Aus Angst vor Terror : Uefa-Vizepräsident spricht von EM ohne Zuschauer

Giancarlo Abete, Uefa-Vizepräsident, wirft das Szenario auf, die Fußball-EM in Frankreich unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu spielen. Der europäische Verband und der Gastgeber dementieren.

Findet die EM 2016 ohne Zuschauer statt? Ein Polizeiwagen schützt hier ein Stadion in St. Etienne.
Findet die EM 2016 ohne Zuschauer statt? Ein Polizeiwagen schützt hier ein Stadion in St. Etienne.Foto: dpa

Eine Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ohne Zuschauer, aus Sicherheitsgründen und Angst vor Terror? Dieses Szenario hat Uefa-Vizepräsident Giancarlo Abete aufgeworfen., „Das Risiko von Partien hinter verschlossenen Türen existiert immer, weil es um einen Wettbewerb geht, der um jeden Preis stattfinden soll“, sagte der frühere italienische Verbandspräsident nach den Brüsseler Anschlägen dem Sender Radio 24. „Man kann keine Spiele auf andere Tage verschieben, weil in einem Turnier alles davon abhängt, dass festgelegte Daten eingehalten werden.“

Immer wieder wird darüber gesprochen, ob Spiele notfalls vor leeren Rängen stattfinden könnten. EM-Chef Jacques Lambert hatte Anfang März gesagt, diese Option werde nicht in Erwägung gezogen. Die Uefa dementierte umgehend. "Es sind keine Diskussionen über geschlossene Türen vorgesehen", teilte der europäische Verband am Mittwoch mit.

Die Gastgeber sagen Nein zu Zuschauerausschluss und EM-Absage. „Das wäre eine Niederlage, damit würde man den Terroristen einen Sieg geben“, sagte Premierminister Manuel Valls dem Radiosender Europe 1. Frankreich habe mit der UN-Klimakonferenz wenige Tage nach den Pariser Anschlägen bewiesen, dass es solche Großereignisse stemmen kann. „Wir wiederholen es seit mehreren Monaten, die terroristische Bedrohung war von Anfang an Teil unserer Überlegungen“, erklärte Sport-Staatssekretär Thierry Braillard der Zeitung „L'Équipe“. (Tsp/dpa)

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben