Basketball : Alba Berlin steht unter den besten 16 Teams Europas

Alba Berlin gewinnt 71:65 in Limoges und erreicht in der Euroleague die nächste Runde. Reggie Redding fehlt, Jamel McLean ist der überragende Mann.

Teamwork. Ousmane Camara kommt an den Berlinern Leon Radosevic, Jamel McLean und Niels Giffey (von links) nicht vorbei.
Teamwork. Ousmane Camara kommt an den Berlinern Leon Radosevic, Jamel McLean und Niels Giffey (von links) nicht vorbei.Foto: AFP

Bereits einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase hat Alba Berlin die Runde der besten 16 Mannschaften Europas erreicht. Durch einen 71:65 (35:27)-Sieg beim Französischer Meister Limoges CSP sicherten sich die Berliner Basketballer am Freitagabend den vierten Platz in der Gruppe B, der zum Einzug ins Top16 der Euroleague berechtigt. Sollte Alba am kommenden Freitag in der Max-Schmeling-Halle auch noch Zagreb besiegen und Malaga zeitgleich bei Maccabi Tel Aviv verlieren, würde das Team von Trainer Sasa Obradovic die Vorrunde mit einer Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen sogar als Dritter abschließen.

Die Berliner mussten auf Reggie Redding verzichten, der 26-Jährige war wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig in die USA gereist und wird erst in der kommenden Woche in Berlin zurückerwartet. Für Redding rückte Alex Renfroe in Albas Startformation. Ohne ihren kreativsten Spieler taten sich die Berliner im Angriff zunächst schwer. Allerdings stellten auch die Franzosen unter Beweis, wieso sie in dieser Euroleague-Saison bislang die schlechteste Offensive des gesamten Teilnehmerfelds stellen: Beide Mannschaften leisteten sich viele unnötige Ballverluste, nach einem zerfahrenen ersten Viertel stand es 13:11 für die Gäste.


Während Limoges auch in der Folge miserabel traf, steigerten sich die Berliner: Niels Giffey gelang gegen die Zonenverteidigung ein Alley-oop-Dunking, mit zehn Punkten hintereinander setzte sich Alba auf 31:18 ab. Auch das Team von Sasa Obradovic glänzte nicht mit guten Wurfquoten, dafür kontrollierten die Berliner die Rebounds und lagen zur Halbzeit verdient in Führung. Bei Limoges entlud sich kurz vor der Pause der Frust: Aufbauspieler Leo Westermann stieß Albas Akeem Vargas kurz mit dem Ellbogen zu Boden und wurde mit einem Unsportlichen Foul bestraft.
Limoges stürmte nach dem Seitenwechsel mit einer 10:0-Serie zurück ins Spiel, die Berliner erzielten erst nach fünf Minuten der zweiten Hälfte ihre ersten Punkte. Doch Obradovics Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Angeführt vom überragenden Topscorer Jamel McLean (18 Punkte) brachte Alba das Spiel wieder unter Kontrolle, Vojdan Stojanovski (13 Zähler) entschied die Partie mit zwei Dreiern kurz vor Schluss endgültig. (Tsp)

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