Basketball-Champions-Cup : Alba besiegt Bamberg mit 79:78

Kurz vor dem Bundesliga-Saisonstart hat Pokalsieger Alba Berlin gegen den Deutschen Meister aus Bamberg mit 79:78 (38:37) gewonnen. Damit sicherten sich die Berliner Basketballer die Champions-Cup-Trophäe.

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Der neue Alba-Spieler David Logan (links) kam gegen Bamberg auf 16 Punkte. Foto: dpa
Der neue Alba-Spieler David Logan (links) kam gegen Bamberg auf 16 Punkte.Foto: dpa

Ein Sprint zur Mittellinie, eine Hand am Ball, ein Hechtsprung aufs Parkett. Jonas Wohlfahrt-Bottermann schmiss seine gesamten 105 Kilo der Länge nach auf den Boden, mit den Fingerspitzen seines 2,08 Meter langen Körpers tippte er den Ball zu Vojdan Stojanovski, der per Korbleger für Alba Berlin punktete. An der Seitenlinie ballte Trainer Sasa Obradovic beide Fäuste und signalisierte seinem Center mit wildem Blick, dass er genau solche Aktionen noch häufiger in dieser Saison von ihm sehen will. Mit Kampfgeist und unbedingtem Einsatz möchte Alba Berlin in der neuen Spielzeit ein bisschen von dem Vertrauen zurückgewinnen, das der achtmalige deutsche Basketballmeister zuletzt verspielt hat. Am Samstagabend gelang das den Berlinern schon ganz gut, vor 9154 gut unterhaltenen Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof bezwang Pokalsieger Alba im Champions Cup den Meister Bamberg mit 79:78 (38:37). „Es ist toll, wenn man so in die Saison starten kann“, sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi. „Aber richtig los geht es erst am 6. Oktober.“ Dann, am kommenden Sonntag, treten die Berliner zum ersten Bundesligaspiel in Quakenbrück an.

Die Berliner begannen mit fünf neuen Gesichtern in der Startformation – kein Wunder, schließlich hat Alba im Sommer außer Kapitän Sven Schultze und Nachwuchsprofi Sebastian Fülle den gesamten Kader ausgetauscht. Bei Bamberg, dem Meister der vergangenen vier Jahre und Liga-Vorreiter in Sachen Kontinuität, begann in Zackary Wright lediglich ein Neuzugang. Ein Unterschied im Spielfluss ließ sich allerdings zunächst nicht feststellen, Alba lag nach dem ersten Viertel mit 24:20 in Führung. Als die Bamberger besser ins Spiel kamen, zeigte David Logan, wieso er als der wichtigste Neue im Alba-Trikot gilt. Der Shooting Guard hielt seine Mannschaft mit sieben Punkten in Folge im Spiel, am Ende kam er auf 16 Zähler und war gemeinsam mit dem Kroaten Leon Radosevic Berlins Topscorer, zur Halbzeit lag Alba 38:37 vorn.

Beiden Mannschaften war in der stets knappen und hart geführten Partie anzumerken, dass sie das erste Pflichtspiel der Saison unbedingt gewinnen wollten – auch wenn der Titel „Champions-Cup-Sieger“ und die dazugehörige Trophäe nicht die allerattraktivsten Auszeichnungen der Sportwelt sind. In der packenden Schlussphase gerieten Stojanovski und Bambergs Casey Jacobsen aneinander und mussten von Schiedsrichtern und Mitspielern getrennt werden. Sieben Sekunden vor der Schlusssirene fegte David Logan mit dem Ball über das ganze Feld und traf zum umjubelten 79:78 für Alba, der letzte Wurf der Bamberger verfehlte sein Ziel. Leon Radosevic stürmte mit riesiegen Schritten und erhobenen Fäusten über das Parkett – spätestens jetzt war für jeden überdeutlich zu sehen, wie sehr Alba diesen Sieg zum Neustart gewollt hatte.

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