Basketball : Vojdan Stojanovski bleibt bei Alba Berlin

Alba Berlin gibt Vojdan Stojanovski einen neuen Vertrag und schließt damit die Kaderplanung für die kommende Saison ab.

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Vojdan Stojanovski.
Vojdan Stojanovski.Foto: p-a/dpa

Eigentlich war Vojdan Stojanovski schon Vergangenheit. Alba Berlin hatte nach Saisonende darauf verzichtet, eine Vertragsoption zu ziehen und den Mazedonier ein weiteres Jahr an sich zu binden. Jetzt einigte sich der deutsche Basketball-Vizemeister mit dem 26-Jährigen doch noch auf einen neuen Einjahresvertrag. Laut Sportdirektor Mithat Demirel ist die Kaderplanung für die kommende Saison damit abgeschlossen. Stojanovski ist derzeit noch in der EM-Qualifikation für sein Nationalteam im Einsatz und wird Ende August nach Berlin kommen. „Ich freue mich wirklich sehr, dass wir einen Weg gefunden haben, weiter zusammenzuarbeiten“, sagt Demirel.

In der vergangenen Saison hatte Stojanovski bei den Berlinern teilweise überzeugt, immer wieder brachte er nach seiner Einwechslung offensive Impulse ins Spiel. In der Bundesliga erzielte er im Schnitt 8,6 Punkte pro Spiel, seine Freiwurfquote von 91,5 Prozent war die beste bei den Berlinern. Konstant waren die Leistungen des stoischen Shooting Guards aber nicht, in den Play-offs traf der eigentlich hervorragend Distanzschütze nicht mehr so sicher wie in der regulären Saison. Im kommenden Jahr wird auf Stojanovski im Angriff durch den Abgang von David Logan noch mehr Verantwortung zukommen.

Die Verpflichtung des Mazedoniers als letztem Baustein kommt ein wenig überraschend. Nach dem Abgang von Routinier Jan Jagla schienen die Berliner vor allem auf der Position des Power Forwards noch Bedarf für eine Verstärkung zu haben. „Wir haben aber mit Niels Giffey und Alex King zwei A-Nationalspieler, die auf dieser Position spielen können“, sagt Demirel. Außerdem bevorzuge Trainer Sasa Obradovic ohnehin, unter dem Korb mit mindestens einem beweglichen Spieler zu agieren. „Der Kader deckt sicherlich nicht alle Eventualitäten ab, gibt uns aber eine Menge Optionen“, sagt Demirel. „Wenn wir wieder als Team auftreten und mit größerer Intensität spielen als unser Gegner, können wir ganz vorne mitspielen.“ Die Berliner hoffen, in dem vielseitigen Giffey, dem wuchtigen Jamel McLean und dem belgischen Aufbauspieler Jonathan Tabu die richtigen Ergänzungen gefunden zu haben.

Stojanovski ist der sechste Ausländer im Alba-Kader, demgegenüber stehen mit Ismet Akpinar, Akeem Vargas, Niels Giffey, Alex King, Jonas Wohlfahrt-Bottermann und Martin Seiferth sechs deutsche Profis. Ins Training starten Obradovic und seine Spieler offiziell am kommenden Sonntag.

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