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Bayern - Frankfurt 5:0 : Ein Sieg ohne Makel

Der FC Bayern lässt Frankfurt beim 5:0 keine Chance und zieht weiter einsam seine Kreise an der Tabellenspitze der Bundesliga. "Das war unser bestes Spiel in dieser Saison", sagt sogar Trainer Pep Guardiola.

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Keine Konkurrenz in Sicht für David Alaba, Mario Götze und den FC Bayern.
Keine Konkurrenz in Sicht für David Alaba, Mario Götze und den FC Bayern.Foto: dpa

Armin Veh war begeistert. Ach was, der Trainer von Eintracht Frankfurt schwärmte richtig von der „besten Mannschaft, die ich in der Bundesliga jemals gesehen habe“. Er nannte die Leistung „sensationell“ und lobte „diese tollen Spieler“. Natürlich galten die Komplimente nicht seinem Team – das hatte gerade 0:5 verloren –, sondern dem FC Bayern München. Es kommt nicht oft vor, dass ein Trainer den Gegner derart in den Mittelpunkt rückt. „Um hier zu gewinnen, muss man selbst einen absoluten Sahnetag erwischen, und die Bayern dürfen uns nicht nur nicht ernst nehmen, sondern sie müssen auch noch Fehler machen“, sagte er. Sein Kollege Pep Guardiola hörte aufmerksam zu, und einen Moment lang schien es so, als wollte er Veh nickend beipflichten.

Nach dem mühsamen Sieg in Stuttgart haben die Bayern die leise Hoffnung der Konkurrenz wieder zerstört, dass die Übermannschaft der Liga doch nicht unbezwingbar sei. Sogar Perfektionist Guardiola war erstmals seit seinem Amtsantritt im Sommer zufrieden: „Das war unser bestes Spiel in dieser Saison.“

Ernsthaft hatte Veh schon vorher nicht an einen Erfolg geglaubt. Er verzichtete auf die beiden Leistungsträger Carlos Zambrano und den künftigen Bayern-Profi Sebastian Rode. Die beiden sind von einer Gelbsperre bedroht, sollen aber am kommenden Wochenende gegen Eintracht Braunschweig nicht fehlen. Frankfurt schaffte es nicht, ein Gegenpressing aufzuziehen – das einzige probate Mittel gegen den Triplesieger. Die Bayern-Offensive stellte die Eintracht von Anfang an vor kaum lösbare Aufgaben; an einer davon scheiterte sie in der zwölften Minute: Mario Mandzukic legte im Strafraum per Kopf zurück, Mario Götze zog aus halbrechter Position ab und ließ Torhüter Kevin Trapp keine Chance.

Die Partie schien damit schon entschieden. Frankfurt zeigte kaum Reaktion. Nur einmal war Bayern-Torhüter Manuel Neuer gefordert, weil Thiago eine Flanke von Tranquillo Barnetta abgefälscht hatte. Noch vor der Pause fiel das 2:0. Wieder war Mandzukic mit einer Kopfballablage der Vorbereiter. Dieses Mal traf Franck Ribéry flach an Trapp vorbei ins Tor. Der FC Bayern gab sich mit der Ausbeute noch nicht zufrieden, die Mannschaft bemühte sich, angetrieben von Ribéry und Götze, ihr Torkonto weiter aufzubessern. Fast im Minutentakt kam der Ball nach Wiederanpfiff gefährlich in den Strafraum, aber Trapp, war zur Stelle. Aber direkt nach dem einzigen gefährlichen Frankfurter Vorstoß – Joselu vergab vor Neuer – gelang dem kurz zuvor eingewechselten Arjen Robben das 3:0, nur 60 Sekunden später traf Dante nach einem Eckball zum 4:0.

Als ob die Frankfurter noch nicht genug bestraft gewesen wären, verloren sie auch noch ihren Besten: Torhüter Trapp verletzte sich bei einem Zusammenstoß mit Robben am Knie. Für ihn kam Felix Wiedwald ins Spiel, der bei seinem Bundesliga-Debüt nur noch einen Treffer hinnehmen musste – das 5:0 durch Mandzukic. Erste Diagnose bei Trapp: schwere Knochenprellung. „Wenn das stimmt, können wir wenigstens darüber glücklich sein“, sagte Veh.

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