Berliner Derby : Hertha siegt 2:1 bei Union

03.09.2012 23:26 Uhrvon
  • Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC. Foto: dapd
    Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC. - Foto: dapd
  • Was für ein Abend an der Alten Försterei! Foto: dapd
    Was für ein Abend an der Alten Försterei! - Foto: dapd
  • Vor dem Anpfiff sah das noch so aus: Die Hertha-Fans werden von der Polizei ins Stadion eskortiert. Die meisten zumindest. Foto: dapd
    Vor dem Anpfiff sah das noch so aus: Die Hertha-Fans werden von der Polizei ins Stadion eskortiert. Die meisten zumindest. - Foto: dapd

Update Im dritten Anlauf gelingt Hertha endlich der erste Derbysieg gegen Union. Beim 2:1 an der Alten Försterei wird Ronny zum Matchwinner in einem umkämpften, aber wenig ansehnlichen Spiel.

Ein Schuss – und ein ganzes Stadion verstummte. So war es vor anderthalb Jahren, als Torsten Mattuschka per Freistoß zum 2:1 für den 1. FC Union bei Hertha BSC traf. Am Montagabend wiederholte sich die Geschichte, nur auf der Gegenseite. Dieses Mal war es nicht Mattuschka, der mit einem direkt verwandelten Freistoß zum Sieg für seine Mannschaft traf, sondern Ronny. Und der spielt für Hertha BSC. Die Gäste siegten am Montagabend im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei vor 16.750 Zuschauern 2:1 (1:0).

„Das Derby ist eine große Herzensangelegenheit“, sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay und ergänzte: „Ich freue mich für unsere Fans, aber vor allem für unsere Mannschaft.

“ Unions Trainer Uwe Neuhaus meinte: „Die Niederlage tut richtig weh. Ich kann der Mannschaft von der Einstellung her aber keinen Vorwurf machen.“

Besonders bitter für Union: Kurz vor Schluss verletzte sich auch noch Michael Parensen so schwer, dass er zu weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Es besteht der Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch.

Ronny traf just in dem Moment, als das Spiel zugunsten von Union zu kippen begann. Wenige Minuten vor Ronnys Gewaltschuss war es der eingewechselte Christopher Quiring gewesen, der die Alte Försterei beinahe zum Explodieren gebracht hätte. Sein Kopfball zum 1:1 sorgte für einen Lautstärkepegel, wie er selbst in Köpenick nur ganz selten ist. Quiring rannte nach dem Tor über den halben Platz und wahrscheinlich rannte er neben seiner Freude auch den ganzen Frust heraus. Als es nämlich losgegangen war mit dem Derby zwischen Union und Hertha, da fand sich Quiring nur auf der Bank wieder.

Bei den Gastgebern versuchte Trainer Uwe Neuhaus den bisher schwachen Offensivleistungen mit der Hereinnahme von Adam Nemec entgegenzuwirken. Der wuchtige Slowake bildete mit dem kaum minder wuchtigen Simon Terodde den Angriff. In der Verteidigung verdrängte der genesene Fabian Schönheim Christoph Menz auf die Bank.

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