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Champions League : 2:1-Sieg in Glasgow: FC Bayern im Achtelfinale

Die Münchner haben sich vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. In Glasgow mussten sie dafür einiges tun.

Zwischen Attacke und Torschuss: Münchens Arturo Vidal fliegt auf Craig Gordon zu.
Zwischen Attacke und Torschuss: Münchens Arturo Vidal fliegt auf Craig Gordon zu.Foto: REUTERS

Auch ohne Mittelstürmer hat der FC Bayern München im stimmungsvollen Celtic Park den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt gemacht. Die Taktik von Trainer Jupp Heynckes mit James Rodríguez als Notlösung für Torjäger Robert Lewandowski ging am Dienstag beim 2:1 (1:0) gegen Celtic Glasgow auf.

Der 21 Jahre alte Kingsley Coman (22. Minute) und der überragende Javi Martinez (77.) übernahmen dabei vor 64 470 Zuschauern den Torjäger-Job beim deutschen Fußball-Meister, der in Gruppe B auf jeden Fall Platz zwei hinter Paris St. Germain sicher hat. Den leidenschaftlichen Schotten gelang durch Callum McGregor der zwischenzeitliche Ausgleich (74.). Nach dem sechsten Erfolg im sechsten Pflichtspiel unter Heynckes reisen die Bayern selbstbewusst zum Bundesliga-Topspiel am Samstag bei Borussia Dortmund.

„Wir wussten, dass Glasgow heute noch eine Schippe drauf legen wird“, sagte der aufmerksame Bayern-Torwart Sven Ulreich, der die Führung mit einem langen Ball auf Coman vorbereitete. „Schön, freut mich, dass wir so in Führung gegangen sind. Das war wichtig. Es war nach dem 1:1 aber auch wichtig, dass wir gleich wieder zurück gekommen sind. Da haben sich die Jungs ein Kompliment verdient.“

Celtic versuchte es offensiv mit Kontern

Heynckes reagierte auf das Fehlen von Lewandowski mit einem 4-3-3-System, in dem James als „falsche Neun“ agierte. Auf den Außenpositionen flankierten ihn Arjen Robben und der aktive, aber oft auch unpräzise spielende Coman. Über die Halbpositionen im Mittelfeld stießen zudem Arturo Vidal und Corentin Tolisso immer wieder in die Spitze. Das war variabel, die Präsenz Lewandowskis im Sechzehner fehlte dennoch.

Unbeeindruckt von der Atmosphäre im Celtic Park zog der Rekordmeister sein unter Heynckes wieder viel mehr kultiviertes Positionsspiel auf und dominierte den Gastgeber. Die Führung war allerdings kein Resultat daraus, sondern kurios. Beim langen Ball von Ulreich schlief die komplette Defensive der Schotten. Überdies rauschte Celtic-Keeper Craig Gordon außerhalb seines Strafraums an der Kugel vorbei. Nutznießer war der hellwache Coman, der nach einem Haken ins leere Tor einschob. Für den Franzosen, dessen Einsatz wegen einer Knieprellung lange offen gewesen war, war es der dritte Treffer seiner Champions-League-Karriere.

Celtic versuchte es offensiv mit Kontern. Nach fünf Minuten kamen die Gastgeber so zu einer ersten Gelegenheit, doch Stuart Armstrong verzog am langen Pfosten und setzte den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor. Weil Bayerns Offensivakteure nach hinten aber immer mal wieder nicht sonderlich konsequent arbeiteten, fehlte es in der Rückwärtsbewegung mitunter an Stabilität. In einer solchen Situation verhinderte David Alaba mit einer überragenden Rettungsaktion den drohenden Ausgleich durch Moussa Dembelé (30.).

Celtic wurde aktiver und zeigte die erwartete Leidenschaft. Weil die individuelle Klasse und Qualität aber fehlte und Javier Martinez im defensiven Mittelfeld mit einem herausragenden Spiel viele Angriffe früh beendete, kam Glasgow kaum in die gefährlichen Räume. Gelang es doch, war Manuel Neuers Stellvertreter Ulreich zur Stelle - auch beim gefährlichen Armstrong-Schuss nach 48 Minuten.

Bayern ließ sich davon nicht beeindrucken und verzichtete darauf, konsequent auf ein zweites Tor zu gehen. Ein Schuss von James nach 67 Minuten war für lange Zeit die einzige Gelegenheit für die Münchener. Die Strafe: Ein überragender Pass von James Forrest auf McGregor und der Treffer zum 1:1. Der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale war plötzlich wieder in Gefahr. Doch bereits drei Minuten nach dem Ausgleich setzte sich Martinez nach Alabas Flanke durch und machte mit seinem ersten Treffer in der Königsklasse den Sieg perfekt. (dpa)

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