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Champions League : Liverpool gewinnt 2:1 in Hoffenheim

Die Mannschaft von Jürgen Klopp hat einen großen Schritt Richtung Champions League gemacht, Hoffenheim nur noch mit Außenseiterchancen.

Hoffenheims Lukas Rupp (r) und Liverpools Dejan Lovren kämpfen um den Ball.
Hoffenheims Lukas Rupp (r) und Liverpools Dejan Lovren kämpfen um den Ball.Foto: dpa

Die TSG Hoffenheim hat sich bei der Premiere auf Europas Fußball-Bühne vom FC Liverpool abzocken lassen. Trotz eines couragierten Auftritts unterlag der Bundesligist dem Team von Trainer Jürgen Klopp am Dienstag im Play-off-Hinspiel der Champions League mit 1:2 (0:1) und hat trotz des späten Tores von Mark Uth (87. Minute) nur noch geringe Chancen auf den Einzug in die lukrative Gruppenphase.

Vor 25 568 Zuschauern schockte zunächst der 18 Jahre alte Trent Alexander-Arnold mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 35. Minute die über weite Phasen dominierenden Hoffenheimer, für die Andrej Kramaric (12.) mit einem kläglich verschossenen Elfmeter die größte Tor-Möglichkeit vergab. Eine von Harvard Nordtveit entscheidend abgefälschte Flanke von James Milner landete zum zweiten Treffer im TSG-Tor (75.). Das Joker-Tor von Uth weckt noch geringe Hoffnungen.

„Wir sind die bessere Mannschaft über 90 Minuten gewesen und hatten mehr vom Spiel. Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann. Auf der Gegenseite zeigte sich Nationalspieler Emre Can zufrieden: „Es war ein guter Auftakt, aber wir müssen nächste Woche noch einmal an unsere Grenzen gehen.“

Im Rückspiel am 23. August muss die TSG aber als erste deutsche Mannschaft an der legendären Anfield Road gewinnen, soll der Traum von der Champions League doch noch in Erfüllung gehen. Sehr viel spricht aber dafür, dass Hoffenheim wie der 1. FC Köln und Hertha BSC nur in der Europa League dabei ist, statt dem FC Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund zu folgen.

Hoffenheim fehlte die letzte Durchschlagskraft

Ungewöhnlich „gut geschlafen“, habe er in der Nacht vor dem Spiel, sagte Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann vor dem Anpfiff. Und seine Mannschaft machte auch einen aufgeweckten Eindruck. Das anfänglich extreme Pressing der Engländer wurde ruhig umspielt. Liverpool-Coach Klopp musste sich bestätigt fühlen, sah er doch tatsächlich eine „hochmotivierten und ehrgeizigen“ Gastgeber.

Und erstmal hatte Hoffenheim auch das nötige Glück. Als Serge Gnabry in Dejan Lovren hineinlief, entschied der niederländische Referee Björn Kuipers aus Strafstoß. Doch statt der internationalen Torpremiere für 1899 fabrizierte Kramaric nur ein Schüsschen, das Mignolet problemlos abwehren konnte.

Der Bundesligist ließ sich aber nicht beirren und hatte die Klopp-Elf im Griff. Als Mohamed Salah (15.) doch einmal entwischte, verfolgte ihn TSG-Abwehrchef Kevin Vogt energisch und erfolgreich. Einen Befreiungsschlag von Steven Zuber lenkte Alexander-Arnold (33.) eher zufällig Richtung Hoffenheimer Tor.

Zwei Minuten später machte es der Teenager aber zum Leidwesen von Nagelsmann ganz genau. Einen Freistoß zirkelte der Verteidiger exakt ins untere Toreck. Der Treffer zeigte Wirkung. Hoffenheim brauchte einige Minuten, um sich wieder zu berappeln - und hatte doch noch vor der Pause die große Doppelchance auf den Ausgleich. Gnabry scheiterte aus kurzer Distanz an Mignolet (43.). Den Nachschuss setzte Sandro Wagner an den Außenpfosten.

Gleich nach dem Seitenwechsel reagierte Oliver Baumann aus kurzer Distanz stark gegen den früheren Hoffenheimer Roberto Firmino und hielt so die TSG-Hoffnungen aufrecht. Auch gegen Mané reagierte der Schlussmann (51.) kurz darauf gut.

Die Nagelsmann-Elf versuchte das Spiel wieder unter Kontrolle zu bringen, doch es fehlte vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw weiter die letzte Durchschlagskraft, um die nicht für besondere Stabilität bekannte Liverpooler Defensive entscheidend unter Druck zu setzen. Baumann verhinderte gegen Salah (70.) sogar den zweiten Gegentreffer. Die von Nordtveit abgefälschte Milner-Flanke konnte aber auch er nicht parieren. Immerhin konnte Uth noch verkürzen - und für ein wenig Spannung vor dem Rückspiel sorgen. (dpa)

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