Champions League : Schalke scheitert nach großem Kampf an Galatasaray

Dramatik bis zum Schluss. Doch letztlich verpasst Schalke den Einzug ins Viertelfinale der Champions League durch eine 2:3-Heimniederlage. Nach dem 1:1 im Hinspiel reicht das Galatasaray Istanbul zum Weiterkommen.

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Drin! Burak Yilmaz trifft kurz vor der Halbzeit zum 2:1 für Galatasaray.
Drin! Burak Yilmaz trifft kurz vor der Halbzeit zum 2:1 für Galatasaray.Foto: AFP

Es war ein Sturmlauf, der für den FC Schalke 04 mit einer Enttäuschung endete. Das 2:3 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Galatasaray Istanbul bedeutete im Europapokal das Aus für die Mannschaft von Trainer Jens Keller. Dabei hatten alle Beteiligten das 1:1 aus dem Hinspiel noch als gute Ausgangsposition gewertet. Doch die nervöse und viel zu zaghafte erste Hälfte der Schalker machte eben jenen Vorteil zunichte. Ein herber Rückschlag für den Bundesligisten, der sich mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen auf dem Weg der vollständigen Genesung wähnte. "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen", sagte Schalke-Trainer Jens Keller. "Wir sind nicht ins Spiel reingekommen und haben jegliche Aggressivität vermissen lassen."

Der Einfallsreichtum der türkischen Fans hatte schon vor dem Spiel skurrile Formen angenommen. Einige von ihnen hatten sogar versucht, einen Tunnel in die Arena zu graben, um auf diesem Weg dabei zu sein. Sie scheiterten aber am gefrorenen Boden. Offenbar hatten sie mit den Händen gebuddelt. Diejenigen, die auf legalem Weg Einlass gefunden hatten, sahen zunächst, welch große Probleme die Gastgeber hatten. Zwölf Minuten brauchten die Schalker, bis sie sich an ihre eigene taktische Ausrichtung gewöhnt hatten. Das Team von Trainer Keller zog sich deutlich weiter zurück als noch drei Tage zuvor beim Sieg im Revierderby gegen Borussia Dortmund. Sie überließen den Türken zunächst das Spiel.

Grund für die Zurückhaltung war der verletzungsbedingte Ausfall von Angreifer Klaas-Jan Huntelaar. Für den Niederländer spielte Teemu Pukki, der vor allem ein kleiner wuseliger Konterstürmer ist. Und diese Stärke des Finnen wollten die Schalker für ihr Spiel nutzen. Bis sie sich mit der neuen Taktik angefreundet hatten, musste sich Torhüter Timo Hildebrand bereits zweimal in Schüsse von Didier Drogba und Selcuk Inan werfen. Der 32-Jährige verhinderte dadurch einen frühen Rückstand. Erst im Anschluss hatten die Schalker die eigene Taktik und den Gegner besser im Griff. Und als Roman Neustädter aus dem Gewühl heraus nach einen Eckball von Jefferson Farfan auch noch die Führung aus kurzer Distanz erzielte, schienen sie die Nervosität abgelegt zu haben.

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