• DIE NATIONALMANNSCHAFT wirbt für Integration: Film ab! Jetzt spielen auch die Eltern mit

DIE NATIONALMANNSCHAFT wirbt für Integration : Film ab! Jetzt spielen auch die Eltern mit

Ach, was für ein tolles Sommerwetter! Nicht nur über den EM-Stadien, sondern auch im neuen DFB-Spot für Integration. Der Film geht so: Würstchen und Mais brutzeln auf dem Grill, drei Männer trinken kaltes Bier auf der Terrasse, eine Frau stellt Kartoffelsalat zum Buffet. „Merhaba!“, rufen da auch schon die türkischen Gäste, die das Gartentürchen öffnen. Und eine dunkelhäutige Frau wippt lachend auf der Gartenschaukel. Wie ein schönes Nachbarschaftsfest! Plötzlich ruft eine Frau: „Schnell, kommt, das Spiel fängt an!“ Alle Frauen und Männer versammeln sich vor dem Fernseher im etwas muffigen Wohnzimmer. Die deutsche Nationalmannschaft ist nun zu sehen, und eine Stimme aus dem Off fragt: „Was haben diese Frauen und Männer gemeinsam?“ Antwort: „Ihre Kinder spielen für die deutsche Nationalmannschaft“. Cut. Ende.

Es ist ein rührend einfacher, aber doch sehr ungewöhnlicher Spot, den der Deutsche Fußball-Bund gestern vorstellte. Im Film, der so schön spießig-deutsch wirkt, sind die Eltern der deutschen Nationalspieler und Nationalspielerinnen zu sehen. Stefan und Bärbel Mertesacker etwa, Maria-Theresia Metzelder und auch Beatrice Kemper-Asamoah, die ihren Sohn Gerald in Ghana zur Welt brachte. Es spielen die Eltern der Nationalspielerinnen mit, Marie-Françoise (Frankreich) und Elias Mbabi (Kamerun), deren 19-jährige Tochter Célia Okoyino da Mbabi in Bad Neuenahr unter Vertrag steht. Auch Ganyemete und Ismet Bajramaj (Albanien) sind zu sehen – ihre Tochter Fatmire, 20, spielt in Duisburg – oder Kibar und Sinasi Özbek (Türkei), deren Sohn Baris, 21, einst in Essen aufwuchs, in Istanbul spielt und U-21-Spieler ist. „Integration ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema“, sagte Präsident Theo Zwanziger. „Deswegen sehe ich es als Pflicht für den DFB an, in dieser Sache einen Beitrag zu leisten“. Produziert wurde der Spot von Sönke Wortmann. Zu sehen ist er nur im Netz auf: www.dfb.de. André Görke

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben