Sport : Die NHL-Stars fliegen zurück

Die Eisbären verlieren 3:4 in Düsseldorf.

Frank Neusser

Düsseldorf - Der Dome in Düsseldorf-Rath ist für die Eisbären Berlin nicht unbedingt die Lieblingsarena in der Deutschen Eishockey-Liga. Der Meister holte bei zehn Versuchen nur zwei Siege, ungewöhnlich wenige für die erfolgsverwöhnten Hauptstädter. Auch gestern fuhren die Berliner bei der Düsseldorfer EG als Verlierer vom Eis, zumindest einen glücklichen Punkt nahmen sie jedoch beim 3:4 (1:2, 1:1, 1:0) nach Penaltyschießen mit.

„Düsseldorf hat verdient gewonnen. Wir haben nicht die Mittel gefunden, um dem physischen Kampf der DEG etwas entgegen zu setzen. Deshalb ist unsere Niederlage verdient“, sagte Peter-John Lee. Der Manager beantwortete die Fragen für Trainer Don Jackson, der sich nach dem letzten Schuss gleich in Richtung Bahnhof aufmachte, um so schnell wie möglich wieder bei seiner kranken Frau in Berlin zu sein.

Auch wenn die Gäste nicht spielerisch glänzen konnten, zeigte der Champion zumindest großen Kampfgeist. Dreimal glichen Julian Talbot, Tyson Mulock und vier Minuten vor dem Ende Laurin Braun aus und bewiesen Moral. „Wir haben mit unserer Spielweise der DEG leider in die Karten gespielt“, ärgerte sich Torschütze Mulock. So hatten die Berliner den Extrazähler nicht verdient, da im Penaltyschießen nur André Rankel traf, Claude Giroux und Daniel Brière die Nerven versagten. Auf der anderen Seite entschied Daniel Kreutzer die Partie gegen Torwart Rob Zepp für die Rot-Gelben.

Ob die beiden NHL-Stars nach der Länderspielpause weiter für die Eisbären auf Torejagd gehen werden, ist ungewiss. Die Verantwortlichen der amerikanischen Profiliga und die Vertreter der Spielergewerkschaft haben sich zu weiteren Gesprächen getroffen, eine Einigung scheint in Sicht. „Giroux und Brière werden jetzt erst einmal in die Staaten fliegen. Und ich hoffe sehr, dass sie noch einmal zurückkommen und das Eisbärentrikot überziehen werden“, sagte Manager Lee. Frank Neusser

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