Doping im Biathlon : Skiverband nennt Namen der Beschuldigten

Biathlon-Olympiasieger Sven Fischer weist die jüngsten in Österreich veröffentlichten Doping-Anschuldigungen strikt zurück: "Ich habe in meiner Karriere nichts getan, ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich bin sauber." Auch andere ehemalige deutsche Weltklasse-Biathleten stehen auf der Liste der Verdächtigen.

Sven Fischer
Sven Fischer wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. -Foto: dpa

ÖstersundDie früheren Weltklasse-Biathleten Katrin Apel, Ricco Groß und Uschi Disl stehen nach Angaben von Stefan Schwarzbach, Sprecher des Deutschen Skiverbandes (DSV), ebenfalls auf dieser Liste, die auf einer anonymen Anzeige beruht. Alle vier ehemaligen Athleten haben zudem eidesstattlich erklärt, niemals gedopt zu haben.

Die Wiener Staatsanwaltschaft hat nach dem Eingang einer anonymen Anzeige das österreichische Bundeskriminalamt mit Ermittlungen wegen Versicherungsbetrugs im Zusammenhang mit Blutdoping beauftragt. In der Anzeige werden mehrere Ärzte sowie etwa 30 in- und ausländische Sportler, vor allem Biathleten und Radprofis, beschuldigt.

Männer-Bundestrainer Frank Ullrich war außer sich vor Empörung. "Das ist eine Wahnsinns-Diffamierung, das gleicht schon einem Rufmord", sagte er im ZDF. Die Athleten seien sauber, und er stehe hinter dieser Mannschaft. "Ich lege nicht nur eine Hand, sondern ich lege momentan beide Hände für diese Mannschaft ins Feuer", betonte der Erfolgs-Coach der deutschen Skijäger. (rope/dpa)

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