Sport : Eine Niederlage, die nicht weh tut Der 1. FC Union verliert

0:3 beim VfL Bochum

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Der Abend fing für Uwe Neuhaus schon relativ unschön an. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union stolperte vor dem Anpfiff auf der Treppe zum Spielfeld und konnte gerade noch einen Sturz abwenden. Allerdings dürfte Neuhaus dieser Beinahe-Unfall weniger bedrückt haben als die deutliche 0:3 (0:1)-Niederlage beim VfL Bochum.

„Glückwunsch an den VfL. Das Ergebnis geht in Ordnung. Im Gegensatz zu der 0:3-Niederlage vor zwei Wochen bei Fortuna Düsseldorf war ich aber mit der ersten Halbzeit zufrieden“, sagte Neuhaus gefasst. „Unseren ersten beiden Gegentreffern gingen krasse Fehler voraus. Das 0:2 war der Genickbruch für uns.“ Vor 16 009 Zuschauern konnten die Berliner, die den Klassenerhalt bereits geschafft haben, zumindest eine Halbzeit gut mithalten. Die 4-1-4-1-Taktik mit John Jairo Mosquera als einziger Spitze behagte den Gastgebern nicht. „Wenn das Tor von Chinedu Ede gezählt hätte, geht das Spiel vielleicht anders aus“, sagte Union-Kapitän Torsten Mattuschka. „Ansonsten war die Art und Weise unseres Spiels völlig in Ordnung. “ Während bei Union beim vermeintlichen 1:1-Ausgleich durch Ede nach 17 Minuten wegen der von Schiedsrichter Norman Grudzinski geahndeten Abseitsposition von Ahmed Madouni und Karim Benyamina der Jubel schnell abebbte, konnten die Gastgeber ihre Treffer feiern.

Mirkan Aydin schloss früh einen Konter zur 1:0-Führung ab. Auch Ex-Nationalspieler Paul Freier profitierte bei seinem Tor zum 2:0 davon, dass der 1. FC Union in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren hatte. Das 3:0 durch den Doppeltorschützen Aydin war dann Ausdruck der zunehmenden Überlegenheit der Bochumer. „Erst nach dem 2:0 von Freier war die Mannschaft sicherer. Das haben wir mit dem dritten Tor ausgenutzt. Wir wollen den dritten Tabellenplatz festigen“, meinte Bochums Trainer Friedhelm Funkel.

Für die Berliner gab es neben den Gegentoren noch zwei weitere Ärgernisse. Verteidiger Daniel Göhlert musste nach 55 Minuten wegen einer Schulterverletzung durch Bernd Rauw ersetzt werden. Die Berliner Fans wurden zudem kurz vor dem Abpfiff durch ein Transparent mit dem Logo des Erzrivalen BFC Dynamo im Bochumer Block provoziert. Die Unmutsäußerungen der VfL-Anhänger gegenüber dem Berliner Macchambes Younga-Mouhani, der nicht spielte, aber im Hinspiel den Bochumer Matias Concha schwer verletzt hatte, hielten sich dagegen in Grenzen.

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