Formel E auf dem Tempelhofer Feld : Erstes Autorennen in Berlin seit 17 Jahren

Zum ersten Mal seit 1998 wird am Samstag in Berlin wieder ein Autorennen stattfinden – doch nicht auf der vor 17 Jahren stillgelegten Avus-Rennstrecke, sondern auf dem Flugfeld in Tempelhof.

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Voller Akku. Die Formel E wird in Städten ausgetragen, in Berlin auf dem Tempelhofer Feld. Hier präsentiert Lucas di Grassi seinen Wagen am Potsdamer Platz. Foto:
Voller Akku. Die Formel E wird in Städten ausgetragen, in Berlin auf dem Tempelhofer Feld. Hier präsentiert Lucas di Grassi seinen...

Und ein lautes Dröhnen der Motoren wird es auch nicht geben, denn in der Formel E fahren nur elektrisch angetriebene Rennautos. Die verwinkelte Strecke, sie vereint 17 Kurven und zwei Geraden auf einer Länge von knapp 2,5 Kilometern, wird mit Leitplanken auf der Betonfläche vor dem Flughafengebäude aufgebaut, die Parkfläche ist nicht betroffen.

„Dennoch ist der Kurs sehr flüssig zu fahren und hat viele spannende Passagen“, sagt Daniel Abt. Der 22-Jährige ist neben Nick Heidfeld der einzige deutsche Fahrer in der Formel E. Das Rennen startet um 16 Uhr (auch live bei Sky). Die Zuschauer können aber bereits ab 8.15 Uhr beim ersten freien Training zuschauen, das zweite freie Training steigt um 10.30 Uhr, das Qualifying um 12 Uhr. Zudem findet um 13.50 Uhr, also rund zwei Stunden vor Rennbeginn, eine Autogrammstunde der Fahrer statt. Die Eintrittskarten kosten zwischen 10 und 45 Euro.

Die Elektro-Autos erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometer pro Stunde und beschleunigen in knapp drei Sekunden von null auf 100. Die Leistung im Training und Qualifying beträgt 200 Kilowatt (270 PS), im Rennen 150 Kilowatt (202,5 PS) plus 30 Kilowatt vom so genannten Fanboost (siehe Interview mit Nick Heidfeld). Während des etwa einstündigen Rennens gibt es einen Boxenstopp, bei dem das Auto gewechselt wird. In der Formel E startet ein deutscher Rennstall: das Team Abt Sportsline.

Zudem sind neun weitere Mannschaften aus den USA, Indien, China und Europa dabei. Die Teams gehören unter anderem den ehemaligen Formel-1-Stars Alain Prost und Jarno Trulli. Auch der Unternehmer Richard Branson sowie der Schauspieler Leonardo DiCaprio besitzen eigene Teams. Zahlreiche Fahrer verfügen über Erfahrung in der Formel 1. Nach dem Auftakt in Peking und den weiteren Rennen in Malaysia, Punta del Este (Uruguay), Buenos Aires (Argentinien), Miami, Long Beach (USA) und Monaco ist Berlin die achte Station. Danach folgen noch Rennen in Moskau und London.

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