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Freiburg - Hoffenheim 5:3 : Freiburg nimmt Hoffenheim auseinander

In einem packenden Bundesligaspiel schlägt Freiburg die TSG Hoffenheim mit 5:3. Für den neuen TSG-Torwart und Kapitän Tim Wiese ist es ein Spiel zum Vergessen.

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Wiese unterwegs. Der Neuzugang vom SV Werder sah bei zwei Toren nicht gut aus.
Wiese unterwegs. Der Neuzugang vom SV Werder sah bei zwei Toren nicht gut aus.Foto: dpa

 Zweimal hatte Hoffenheim einen Rückstand aufgeholt und war auf dem besten Weg, am dritten Spieltag den ersten Punkt zu gewinnen. Dann patzte zuerst Tim Wiese bei der Freiburger 4:3-Führung durch Cedrik Makiadi (83.) und schließlich kassierte Wiese, diesmal ohne Fehler, noch das 5:3 (88.) durch Sebastian Freis. Es war die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge, die die Hoffenheimer Krise verschärft und Trainer Markus Babbel zu einem Wackelkandidaten werden lässt. Die TSG kassierte nun elf Tore in drei Spielen.   

Wiese war zumindest in der ersten Hälfte kein Vorwurf zu machen als seine Mannschaft das Spiel bereits aus der Hand gab. Ohne Wiese, der in den ersten drei Spielen inklusive Pokal zehn Tore kassiert hatte, wäre die Partie schon in der ersten Hälfte entschieden gewesen. Kurz vor der Pause, Freiburg führte 2:1,  hielt Wiese zweimal hervorragend gegen Karim Guede (40./43.).

Vorher sah man Wiese in seinem Strafraum stehen und den Kopf schütteln. Manchmal gestikulierte er oder rief etwas Richtung Mittelfeld. Viel genutzt hatte es nicht. Obwohl die Hoffenheimer in der zweiten Minute durch das Tor von Matthieu Delpierre in Führung gegangen waren, zog sich das Team von Markus Babbel weit zurück und agierte wie eine Mannschaft, die unsicher größeren Schaden verhindern will, statt mit dem schnellen Vorsprung im Rücken, selbstbewusst das Spiel zu gewinnen.

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Mit van der Partie, aber noch nicht in Vaart. Rückkehrer Rafael van der Vaart blieb in der ersten Hälfte blass und legt ein der zweiten zum 3:2 auf.Alle Bilder anzeigen
1 von 9Foto: dapd
16.09.2012 19:19Mit van der Partie, aber noch nicht in Vaart. Rückkehrer Rafael van der Vaart blieb in der ersten Hälfte blass und legt ein der...

Nach der Pause erweckten die Hoffenheimer gute 20 Minuten den Eindruck, die Kraft zur Wende zu haben. Nach Guedes 1:1 (17.) und Max Kruses 2:1 (27.), allesamt Ergebnisse von Abspielfehlern im Mittelfeld und Abwehrpatzern, kam Boris Vukcevic ins Spiel. Und wieder schien Hoffenheim die Partie im Griff zu haben. Vukcevic gelang der 2:2 Ausgleich. Als Delpierre eine Chance zum 3:2 ausließ, schien Hoffenheim stark genug zumindest die dritte Bundesliga-Niederlage zu verhindern.

Dann kam die 68. Minute und der schwere Fehler von Tim Wiese, der an einer Flanke vorbei sprang und so Freiburgs Verteidiger Fallou Diagne den Kopfball zur 3:2-Führung ermöglichte. Jetzt war auch Wiese auf dem Niveau seines Teams aus Hälfte eins angekommen. Diesmal half der Japaner Takashi Usami und glich aus. Dann kam Wieses nächster Patzer, Makiadi erhöhte in einer temporeichen Partie auf 4:3 bevor Freis das 5:3 gelang.

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