Fußball-Bundesliga : Unsere Fragen an den 13. Spieltag

Welcher Verein ist gesellschaftlich am wichtigsten? Warum musste Augsburgs Trainer gehen? Und was fehlt Stefan Kießling? Unsere Fragen zum 13. Bundesliga-Spieltag.

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Stefan Kießling (rechts) ist in Leverkusen derzeit unzufrieden. Foto: dpa
Stefan Kießling (rechts) ist in Leverkusen derzeit unzufrieden.Foto: dpa

Wer hat es hinter sich? Gonzalo Jara. Der Chilene in Diensten des FSV Mainz 05 hat sein Gewissen erleichtert und kann befreit aufspielen am Sonnabend beim 1. FC Köln. Jara hatte sich im Sommer einen derben Fehlgriff geleistet: Bei der Copa America hatte er Gegenspieler Edinson Cavani aus Uruguay mit einem Finger in dessen Hinterteil gepiekst. Und dieser Mini-Bruchteil seiner Karriere überschattet seitdem seine gesamte Karriere als Profi. Nun aber hat er sich beim Testspiel in Montevideo brav bei Cavani entschuldigt – und auch noch brav 0:3 verloren mit Chile gegen Uruguay. So gehört sich das!

Welcher Klub ist gesellschaftlich am edelsten? Die Bayern? Natürlich nicht. Da soll es ja schon Präsidenten gegeben haben, die ... Lassen wir das. Nein, es ist Borussia Dortmund, hinter der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. In einer Umfrage der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Hochschule St. Gallen kam heraus, dass Feuerwehr, THW und BVB gesellschaftlich ganz besonders wichtig im Lande sind. Die Umfrage der Hochschulen bat 7802 Bürger darum, 127 Institutionen und Unternehmen nach den Kriterien Lebensqualität, Aufgabenerfüllung, Zusammenhalt und Moral zu bewerten. Der BVB kam als einziger Fußballklub aus der Bundesliga unter die ersten 40 (auf Platz 38).

Warum musste dieser Trainer gehen? In der Länderspielpause machte der FC Augsburg das, was ein Klub in der Länderspielpause macht, wenn er ganz unten steht. Der FCA entließ vor dem Schwabenduell am Samstag in Stuttgart den Trainer. Jedenfalls einen Trainer. Tobias Luderschmid musste gehen, Cheftrainer der U 23. In der Regionalliga stand die zweite Mannschaft auf dem letzten Platz – genau wie die erste in der Bundesliga. Trotzdem darf Markus Weinzierl bleiben und sagen: „Wir schaffen das und können 24 oder 27 Punkte in einer Halbserie holen.“ In der zweiten Halbserie? Ohne Weinzierl?

Sitzen oder gehen? Nur ein Tor geschossen in zwölf Spielen, nie lief es schlechter in der Bundesliga-Laufbahn des Stefan Kießling. 2013 war der Mann noch Torschützenkönig der Liga (25 Tore, vor Robert Lewandowski). Jetzt ist er nur noch Ergänzungsspieler bei Bayer Leverkusen. Kießling nimmt es hin, als „Teamplayer“, sagt aber auch: „Ich bin kein Bankspieler.“ Vielleicht will er damit auch sagen: „Ich bin (bald) kein Bayer-Spieler (mehr)“? Mal sehen, was die Transferperiode im Winter so bringt in Leverkusen.

Und sonst? Nur bei den Bayern und gegen Stuttgart verlor Hannover 96 häufiger als in Mönchengladbach. Klar, wer da Favorit ist am Sonnabend. Dabei drückt einer bei den Borussen den Roten die Daumen. Lars Stindl, vor der Saison von Hannover nach Gladbach gewechselt. Er sagt in der „Rheinischen Post“ über die Lage seines Ex-Klubs: „Ich hoffe, dass sie so schnell wie möglich da unten rauskommen.“ Okay, Stindl sagte auch noch: „Nach dem Wochenende, wohlgemerkt.“

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