Fußball-EM 2016 : Polen gewinnt 1:0 gegen die Ukraine

Als Gruppenzweiter ziehen die Polen ins EM-Achtelfinale ein und treffen dort am Samstag auf die Schweiz. Zu mehr reichte es nicht, weil die Ukraine sich zumindest wehrte.

Weiter, immer weiter. Polen zieht als Gruppenzweiter ungeschlagen und ohne Gegentor ins Achtelfinale ein.
Weiter, immer weiter. Polen zieht als Gruppenzweiter ungeschlagen und ohne Gegentor ins Achtelfinale ein.Foto: AFP

Jakub Blaszczykowski hat Polen in einem ereignisarmen Spiel den erstmaligen Sprung in die K.o.-Runde einer Fußball-EM gesichert und ein Achtelfinalduell mit der Schweiz beschert. Gerade mal acht Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause schoss der langjährige Dortmunder die ungeschlagene Mannschaft um Kapitän Robert Lewandowski gegen die bereits ausgeschiedene Ukraine zu einem schmeichelhaften 1:0 (0:0).

Der knappe Erfolg vor 58 874 Zuschauern im Stade Vélodrome von Marseille reichte für die Polen aber nicht zum erhofften Gruppensieg, den sich die punktgleiche DFB-Auswahl sicherte. Im ersten Achtelfinale des Turniers an diesem Samstag gegen die Eidgenossen müssen sich Lewandowski & Co. erheblich steigern, wollen sie ihre EM-Reise verlängern.

Beflügelt vom 0:0 gegen Deutschland startete das Team von Trainer Adam Nawalka furios in die Partie und hätte sich schon in den ersten fünf Minuten ein beruhigendes Polster verschaffen können. Erst scheiterte Arkadiusz Milik völlig frei an Andrej Pjatow im ukrainischen Tor, dann zielte der weiter torlose Lewandowski aus zehn Metern zu hoch.

In diesem Takt ging es jedoch nicht weiter. Im Gegenteil: Bis zur Pause tauchten die Polen gar nicht mehr gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Bayern-Stürmer Lewandowski rackerte zwar unermüdlich, hatte gegen seine Bewacher aber einen schweren Stand. Das schnelle Spiel über die Außen, sonst eine Stärke der Nawalka-Truppe, fand überhaupt nicht statt.

Die schon vor dem Anpfiff ausgeschiedenen Ukrainer schenkten die Partie keineswegs ab, sondern spielten teilweise mutig nach vorne. Vor allem Andrej Jarmolenko machte das Treiben immer wieder verrückt. Der Flügelstürmer von Dynamo Kiew war praktisch an allen gefährlichen Situationen seiner Mannschaft beteiligt.
Nach dem Wechsel taten die Polen etwas mehr für das Spiel und wurden dafür schnell belohnt. Blaszczykowski schloss eine feine Einzelleistung mit einem Linksschuss ins obere Eck gekonnt ab. Zwei Minuten danach hätte Bartosz Kapustka erhöhen können, doch er traf nur das Außennetz. Der Mittelfeldspieler kassierte später seine zweite Gelbe Karte im Turnier und fehlt gegen die Schweiz. Auch Milik versäumte mit einem Kopfball den zweiten Treffer. (dpa)

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