Polens EM-Aus : Der Traum zerfällt in viele Teile
17.06.2012 18:38 UhrEs gab genug Szenen an diesem Abend, die keinen kalt ließen. Weinende Kinder, die nicht verstehen konnten, warum „Polska“ nicht mehr mitspielt in einem Turnier, das im eigenen Land stattfindet. Frauen und Männer, denen Tränen über das Gesicht liefen und die sich die selbe Frage stellten. Es war die Nacht der Trauer, die Polen erlebte als sein Nationalteam ausschied – ohne ein Spiel zu gewinnen. Die Bilanz war 2008 genauso ernüchternd, aber dieses Mal fand das Drama im eigenen Land statt, das schmerzte ganz besonders.
Wie konnte es ein, dass diese Mannschaft scheitert? Ein Team, in dem Bundesligastars stehen wie Robert Lewandowski, Jakub Blaszczykowski, erfahrene Profis wie Lukasz Piszczek aus Dortmund, Eugen Polanski aus Mainz und Sebastian Boenisch aus Bremen.
Zweieinhalb Jahre lang bereitete sich der EM-Gastgeber auf sein Turnier vor. Am Ende stand ein desaströses Ergebnis. Dabei schien ein Ausscheiden praktisch unmöglich zu sein.
Auf dem Rasen von Breslau klatschten die polnischen Spieler pflichtschuldig und bemüht Beifall, um sich zu bedanken. Die Zuschauer sangen aufmunternde Lieder. Der große Traum war geplatzt. Die polnischen Spieler sanken kraftlos zu Boden. Robert Lewandowski versteckte sein Gesicht hinter seinen Händen. Jakub Blaszczykowski starrte ins Leere. Sie wussten in dem Moment, Polen würde lange brauchen, um den Rückschlag zu verkraften. „Wir müssen all das erst einmal begreifen. Es ist so bitter und hart“, stammelte Blaszczykowski. Der Kapitän versuchte es mit mit Pathos. „Wir danken den Polen für ihre Unterstützung. Wir haben in diesem Turnier viele schöne Momente erlebt, daran müssen wir denken“, sagte der Offensivspieler.
Bildergalerie: Polnische Trauer nach dem Ausscheiden
Trauer in Polen nach EM-Aus(16 Bilder)
























