Sport : Haus ohne Pfeiler

Der FC Bayern muss lange auf Ribéry verzichten

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Sinsheim - Gerade hatte seine Mannschaft beim 2:1 (0:1)-Sieg über Hoffenheim den ersten Auswärtssieg der Saison geschafft, da richtete Bayern-Trainer Louis van Gaal seinen Blick schon nach vorn. „Der Abstand vor dem Mainz-Spiel ist nicht zu groß geworden, wir haben gewonnen“, freute sich der Niederländer vor dem Duell mit Tabellenführer Mainz am Sonnabend. Und Verteidiger Holger Badstuber antwortete auf die Frage nach den Erwartungen für das Mainz-Spiel trocken: „Dass wir sie schlagen.“

Nicht mithelfen kann dabei Franck Ribéry. Der Franzose musste in Hoffenheim von zwei Betreuern und mit Tränen in den Augen vom Platz geführt werden. Er war nach einem Schuss im Strafraum unglücklich umgeknickt. „Es sieht nicht gut aus“, meinte Manager Christian Nerlinger schon in der Nacht. „Der Bandapparat ist verletzt“, sagte Klubchef Karl-Heinz Rummenigge. Am Tag danach bestätigte Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt viele Befürchtungen: Der französische Nationalspieler wird mindestens vier Wochen wegen eines Außenband- und Kapselrisses im rechten Sprunggelenk nicht spielen können.

Ribérys Verletzung kommt für die Bayern zum ungünstigsten Zeitpunkt, denn neben dem 27-Jährigen fehlt mit Arjen Robben bereits ein anderer Stützpfeiler des Bayern-Spiels. Robben kehrte verletzt von der WM aus Südafrika zurück. Der Niederländer wird wegen einer schweren Muskelverletzung im Oberschenkel erst kommendes Jahr wieder spielen können. Nun müssen die Münchner auch Ribérys Ausfall verkraften, was im Hinblick auf die Champions League schwierig werden dürfte. „Das ist nicht schön“, sagte van Gaal, „aber ich hatte noch Schlimmeres befürchtet.“ Oliver Trust

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