Hertha BSC sucht neuen Torwarttrainer : Kommt Zsolt Petry aus Hoffenheim?

Offiziell ist es noch nicht, doch Hertha BSC sucht einen neuen Torwarttrainer. Ein Kandidat soll Zsolt Petry von der TSG Hoffenheim sein.

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Herr der Bälle. Petry könnte Richard Golz bei Hertha BSC ablösen.
Herr der Bälle. Petry könnte Richard Golz bei Hertha BSC ablösen.Foto: Imago

Die Zeichen stehen auf Abschied, auch wenn das noch niemand offiziell bestätigen will. „Ich will mich zu diesem Thema bis Samstag nicht äußern“, sagt Pal Dardai. Am Samstag tritt die ungarische Fußball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation in Helsinki gegen Finnland an, aller Voraussicht nach wird es der vorerst letzte Einsatz für Dardai als Nationaltrainer sein. Das zumindest ist der Tenor in den ungarischen Medien. Der Verband soll bereits auf der Suche nach einem Nachfolger für den 39-Jährigen sein.

Dardai selbst kann sich dann künftig voll und ganz seinem eigentlichen Arbeitgeber Hertha BSC widmen. Schon jetzt gibt es in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga einiges zu tun, und dass der Cheftrainer sich fernab von Berlin aufhält, heißt nicht zwangsläufig, dass man bei Hertha untätig ist. Manager Michael Preetz bastelt bereits am Team für die kommende Spielzeit – und offensichtlich auch am Team hinter dem Team. Nach Informationen des Tagesspiegels suchen die Berliner einen neuen Torwarttrainer. Ein Kandidat soll Zsolt Petry sein, der zuletzt bei Ligakonkurrent TSG Hoffenheim angestellt war und dessen Vertrag gerade ausgelaufen ist.

Die Personalie ist insofern brisant, als Hertha erst vor zwei Jahren mit großen Getöse einen neuen Torwarttrainer verpflichtet hat, weil der damalige Cheftrainer Jos Luhukay nicht mehr mit dem Klub-Urgestein Christian Fiedler zusammenarbeiten wollte. Fiedler war damals nach 22 Jahren im Verein gekündigt worden. Der Torwarttrainer klagte dagegen, beide Seiten trafen sich vor Gericht und schlossen am Ende einen Vergleich, der Hertha mehr als eine halbe Million Euro kostete.

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Für Hertha BSC begann das zweite Bundesliga-Jahr nach dem Wiederaufstieg mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen. Nicht nur die Fans waren voller Vorfreude, auch die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen.Weitere Bilder anzeigen
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Während Fiedler gerade einen Dreijahresvertrag bei Zweitligist Greuther Fürth unterschrieben hat, steht sein Nachfolger Richard Golz nun bei Hertha anscheinend ebenfalls vor dem Aus. Sein Vertrag läuft zwar noch ein Jahr, allerdings heißt es, dass unter den Torhütern Unzufriedenheit über sein Training herrsche. Golz war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Dass Zsolt Petry zu den Kandidaten für diesen Posten zählt, liegt fast auf der Hand. Der 48-Jährige ist wie Dardai Ungar und hat früher auch als Torwarttrainer für die Nationalmannschaft gearbeitet. Zudem kennt er Dardais Berliner Co-Trainer Rainer Widmayer. Sie standen vor fünf Jahren zusammen in Hoffenheim unter Vertrag, als Widmayer Assistent von Markus Babbel war. Petry war dort seit 2009 Torwarttrainer. Seit Anfang dieses Jahres war er allerdings nicht mehr für die Torhüter des Bundesligateams zuständig, sondern nur noch für die U 23. Anfang des Monats dann verkündete der Klub, dass der auslaufende Vertrag des Ungarn nicht mehr verlängert werde.

Pal Dardai wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit äußern. Zu den Planungen für die neue Spielzeit verwies er an Michael Preetz. Herthas Manager aber war auch am Mittwoch nicht zu erreichen.

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