Hertha BSC - VfL Wolfsburg : Heimspiele sind zum Gewinnen da

Das Spiel gegen den VfL Wolfsburg ist für Hertha BSC ein "Schlüsselspiel" - und das würden die Berliner im Olympiastadion gern gewinnen.

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Vier Rückrundenspiele, kein Sieg für Hertha. So soll es nicht weitergehen, hofft Trainer Pal Dardai.
Vier Rückrundenspiele, kein Sieg für Hertha. So soll es nicht weitergehen, hofft Trainer Pal Dardai.Foto: dpa

Vielleicht ist Pal Dardai am Mittwochabend doch einen Tick zu früh zu Bett gegangen. Der Trainer von Hertha BSC hätte guten Anschauungsunterricht erhalten, wie dem VfL Wolfsburg beizukommen ist. Trotz einer 3:0-Führung in der Champions League bei KAA Gent kassierten die Niedersachsen in den zehn Schlussminuten noch zwei Gegentore. „Sie kennen mich doch, ich schlafe schon so spät“, antwortete Dardai auf die Frage nach seinen Rückschlüssen aus dem Spiel des kommenden Hertha-Gegners.

Nun ist es nicht so, dass Hertha völlig unvorbereitet in das Heimduell mit Wolfsburg geht, das Pal Dardai in den Rang eines „Schlüsselspiels“ gehoben hatte. Der Gegner ist schon im Vorfeld gründlich gescoutet worden, außerdem gebe es ohnehin kaum noch Geheimnisse. „Wir wissen, dass Wolfsburg ein guter Gegner mit internationaler Erfahrung ist“, sagt Dardai. „Wir sind vorbereitet, denn jede Mannschaft hat Stärken und Schwächen.“

Sehr wahrscheinlich wird dem Tabellenvierten aus Berlin der so wichtige Torvorbereiter Mitchell Weiser zur Verfügung stehen, der am vergangenem Samstag in Stuttgart wegen einer Zerrung noch pausieren musste. „Bei Mitch sieht es sehr gut aus“, sagt Dardai, der gern Gleiches über Salomon Kalou sagen würde. Der Ivorer, der vor eineinhalb Wochen einen leichten Muskelfaserriss erlitten hatte, solle ihm „bitte ehrlich sagen“, ob er voll belastbar einsetzbar ist, sagt Dardai. Er habe keine Lust, dass aus dieser eigentlich kleinen Verletzungsgeschichte durch einen falschen Ehrgeiz eine große wird.

Vom Ausgang des Spiels hängt ab, ob man Herthas Rückrundenstart als gelungen oder als gebraucht wird bezeichnen müssen. Nach drei Unentschieden und der Niederlage in Stuttgart haben die Berliner vorerst Platz drei verloren. „Wenn du gewinnst, sieht es in der Tabelle gut aus“, sagt Dardai: „Wenn nicht, dann ist auch keiner gestorben.“ Das nimmt zwar etwas den Druck von den Spielern, doch Herthas Trainer sagt auch: „Das ist ein Heimspiel für uns, da kann man auch gewinnen.“

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