• „Ich zeige öfter meinen Hintern“ Wie sich Eintracht-Fan Adelmann beim 1. FC Union benehmen will

Sport : „Ich zeige öfter meinen Hintern“ Wie sich Eintracht-Fan Adelmann beim 1. FC Union benehmen will

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Bei Ihnen ist es ja so laut, Herr Adelmann. Wo stecken Sie?

Ich bin auf dem Frankfurter Flughafen. Ich habe gerade Feierabend. Worum geht’s?

Sie sind doch der EintrachtFan, der sich für das Frankfurter Auswärtsspiel beim 1. FC Union am 15. November den Platz auf der Berliner Trainerbank ersteigert hat.

Ach, die Geschichte meinen Sie. Eben waren die Fotografen schon bei mir. Ist schon ’n dolles Ding, oder?

Es kommt nicht oft vor, dass ein Fan des Gegners neben Unions Trainer sitzen darf.

Natürlich nicht. Ich bin ja auch etwas nervös. Im Knast habe ich schon gesessen, auf einer Trainerbank noch nicht.

Wie bitte?

Die Knast-Geschichte ist lange her, 15 Jahre oder so. Ich hatte jemanden beleidigt . Das hatte nichts mit Fußball zu tun. In Berlin werde ich mich benehmen, keine Bange.

Wie benehmen Sie sich sonst beim Fußball?

I m Stadion ziehe ich mich ganz gerne aus, ich zeige öfter mal meinen Hintern. In Berlin werde ich natürlich jubeln und schreien. Aber auf der Trainerbank strippe ich nicht. Ich will mein Eintracht-Trikot anbehalten.

Dann kommen die Fans nicht in den Genuss ihrer vielen Tätowierungen. Sie sollen ja einige besitzen.

Sagen wir mal so: Mein Knöchel ist noch frei. Auf dem Bauch habe ich den Frankfurter Adler, auf dem Arm unser Maskottchen. Und einige Totenköpfe sind da auch irgendwo. Die üblichen, lustigen Dinge halt.

Wenn Sie schon nicht strippen: Verzichten Sie denn auch auf Alkohol vor dem Anpfiff?

Ich habe nicht gesagt, dass ich nüchtern auf der Trainerbank sitzen werde.

Das wird Ihnen Frankfurts Trainer Reimann aber vorschreiben – nüchtern könnten Sie für ihn besser die Berliner Bank ausspionieren.

Das ist auch so kein Problem. Ich mach’ mir einen Knopf ins Ohr. Was der Berliner Trainer flüstert, kriegt Reimann dann mit.

Wissen Sie überhaupt, wie der Berliner Trainer heißt?

Nein. Aber wir werden uns schon vorstellen.

Das Gespräch führte André Görke .

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