Sport : Kommt Roggisch zu den Füchsen? Der Ausfall von Vatne in der Abwehr macht Sorgen

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Berlin - Die Nächte sind kürzer geworden für Torsten Laen. Seitdem seine Freundin den gemeinsamen Sohn zur Welt gebracht hat, ist es für den Füchse-Kapitän vorbei mit der gewohnten Ruhe. „Aber das alles motiviert mich eher“, sagt der Däne, „ich habe mir für die letzte Phase der Saison noch sehr viel vorgenommen.“ Vor dem heutigen Heimspiel gegen den vom Abstieg bedrohten HBW Balingen-Weilstetten (17 Uhr, Max-Schmeling-Halle) rechnet Laen vor: „Sechs Punkte müssen wir auf jeden Fall noch holen, aber es sind auch zehn nicht unmöglich. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir Platz acht noch erreichen können.“ Das wäre ein wichtiger Prestigegewinn für den Berliner Handball-Bundesligisten, der bereits mit dem nächsten gewonnenen Punkt einen neuen Füchse-Rekord in der Ersten Liga aufstellen würde.

So weit zum Tagesgeschäft, das aber längst stark von der am 28. August beginnenden neuen Saison geprägt ist. Bevor es dann höchstwahrscheinlich bei Hannover-Burgdorf mit dem Kampf um einen Europacup-Platz wieder losgeht, schwankt Hanning zwischen Sorglosigkeit und Sorgen. Positiv konnte er mittlerweile vermelden, dass „der alte Hauptsponsor den Vertrag verlängert hat“. Negativ, weil völlig offen, stellt sich die Situation um den verletzten Abwehrchef Stian Vatne dar. Seit seiner Verletzung bei der EM ist der 35-jährige Norweger nicht mehr richtig auf die Beine gekommen. Nach der nunmehr erfolgten Operation in Oslo wegen eines Patellaspitzensyndroms gibt es sogar Zweifel, ob überhaupt ein Comeback möglich sein wird. „Für diesen Fall müssen wir handeln“, sagt Hanning. „Es gibt nicht viele Spieler auf dieser Position, die uns sofort helfen könnten. Da müssten wir wohl ein wirtschaftliches Risiko eingehen.“ In welchen Regionen Hanning denkt, verdeutlicht ein Name: Oliver Roggisch. Mit dem Deckungschef der Nationalmannschaft, der bei den Rhein-Neckar Löwen spielt, hatte er schon einmal verhandelt. Jetzt könnte er erneut zum Thema werden.

So weit will Torsten Laen noch nicht denken. „Jetzt zählt nur ein Sieg gegen Balingen, darauf konzentriere ich mich“, sagt er munter trotz einer erneut kurzen Nachtruhe. Hartmut Moheit

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