Sport : Kraftlos in Ludwigsburg

Basketball: Alba verliert zum dritten Mal in Folge.

Luca Kraus

Ludwigsburg - Nach den Niederlagen in der Bundesliga gegen Ulm und in der Euroleague gegen den polnischen Klub Gdynia hat Alba Berlin auch das dritte Spiel in Folge verloren. Beim Tabellen-13. Neckar-Riesen Ludwigsburg verlor das Team von Sasa Obradovic sein erstes Bundesliga-Auswärtsspiel der Saison mit 93:84 (72:72) nach Verlängerung.

Alba fand zunächst nur schlecht in die intensiv geführte Partie mit vielen Fouls. Nahezu das gesamte erste Viertel lagen die Hausherren in Führung, nach der ersten Sirene hieß es 14:18. Doch dann schalteten die Berliner vor allem in der Defensive einen Gang höher. Durch einen krachenden Dunk des überragenden Deon Thompson ging Alba in Führung, am Ende des 11:1-Laufs stand es 25:19 (15.). Außerdem überzeugten DaShaun Wood (21 Punkte, sieben Assists) auf Berliner Seite und auch Flügelspieler Zach Morley mit 13 Punkten.

Immer wieder kamen die Berliner zu einfachen Punkten in Korbnähe, der verletzungsbedingte Ausfall von Brian Randle fiel zunächst nicht ins Gewicht. Das lag vor allem an seinem Power-Forward-Kollegen Thompson, den Ludwigsburg nicht in den Griff bekam. Am Ende hatte er 24 Punkte auf dem Konto.

Im zweiten Durchgang starteten die Ludwigsburger, die auf den gesperrten früheren Berliner Lucca Staiger verzichten mussten, eine Aufholjagd. Sie kamen in der 28. Spielminute zum 46:46-Ausgleich. Bis zum Ende blieb die Partie ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. In einer dramatischen Schlussphase hatte Alba Glück, dass Ludwigsburgs Spielmacher Kammron Taylor beim Stand von 71:72 nur den ersten Freiwurf traf. So ging es in die Verlängerung.

Dort machte sich die Müdigkeit, die aus der direkten Anreise aus Polen resultierte, bemerkbar. Die Kräfte der Berliner schwanden zunehmend. Ludwigsburg, das das Rebound-Duell mit 35:24 gewann, war treffsicherer und willensstärker und gewann am Ende verdient. Das sah auch Sasa Obradovic so: „Sie waren in den entscheidenden Momenten besser, da konnten wir sie nicht stoppen.“ Luca Kraus

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