Mainz - Stuttgart 3:1 : Der Sturm nach der Ruhe

Nicolai Müller hat dem FSV Mainz 05 den glänzenden Abschluss einer sehr guten Hinrunde verschafft. Mit zwei Treffern ebnete der Mittelfeldrenner am Samstag in der Fußball-Bundesliga den Weg für das 3:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart.

Nicolai Müller (l.) drehte die Begegnung mit zwei Toren. In der Nachspielzeit traf Elkin Soto noch zum 3:1-Endstand. Foto: dpa
Nicolai Müller (l.) drehte die Begegnung mit zwei Toren. In der Nachspielzeit traf Elkin Soto noch zum 3:1-Endstand.Foto: dpa

Mainz - Nicolai Müller sorgt für gute Laune beim FSV Mainz 05. „Wir gehören in den nächsten vier Wochen der ersten Riege an“, sagte der 25-Jährige am Sonnabend nach seinen zwei Toren beim 3:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart. Mit 26 Punkten und derzeit Platz fünf hat sich der FSV im Spitzenfeld der Liga etabliert und ist an den Schwaben, die zuvor dreimal siegreich blieben, vorbeizogen.

„Wie sich meine Mannschaft noch einmal zu einer solchen Leistung aufgerafft hat, macht mich richtig stolz“, sagte Trainer Thomas Tuchel. Seine Mainzer könnten deshalb mit breiter Brust dem Achtelfinale im DFB-Pokal am Dienstag bei Schalke 04 entgegenblicken.

Lediglich als Zugabe sah VfB-Coach Bruno Labbadia das dritte Mainzer Tor in der Nachspielzeit durch Elkin Soto an. „Uns hat die Konsequenz im Zweikampf gefehlt“, sagte der 46-Jährige. Er kritisierte sein Team, das sich nach der überraschenden Führung durch Martin Harnik nicht klug verhalten habe und prompt das 1:1 hinnehmen musste. Die Konzentration gelte jetzt dem Pokalspiel am Mittwoch gegen den 1. FC Köln, sagte Labbadia.

Die weitgehende Ruhe von den Tribünen nach der Verabschiedung des DFL-Sicherheitskonzepts hatte erst nach gut einer Stunde ein Ende, als aus dem Stuttgarter Block „Scheiß DFB“ skandiert wurde. Da wachten auch die bisher schweigenden Mitglieder der Ultraszene aus Mainz auf und stimmten ein. Der Stadionsprecher forderte beide Seiten auf, die Schmährufe zu unterlassen, da der überwiegende Teil des Publikums dies nicht wolle. Nach dem Spiel verzichteten die Mainzer dann auf den obligatorischen Gang in die Fankurve. „Alle wünschen sich gute Stimmung. Es war schön, dass sich so viele Zuschauer aufgerafft haben, den Boykott der Ultras aufzufangen“, sagte Tuchel. dpa

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