Sport : Mit wem wohin?

Die wichtigsten Fragen zu Albas Zukunft.

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Der Letzte macht die Tür zu. Die Saison ist für Albas Coach Gordon Herbert und seine Spieler beendet. Noch ist unklar, wer in Berlin bleibt. Foto: dapd
Der Letzte macht die Tür zu. Die Saison ist für Albas Coach Gordon Herbert und seine Spieler beendet. Noch ist unklar, wer in...Foto: dapd

WER SOLL BLEIBEN?

Einen festen Vertrag für die kommende Saison besitzen nur Trainer Herbert, Dashaun Wood, Yassin Idbihi und Nachwuchsspieler Joey Ney. Die Publikumslieblinge Heiko Schaffartzik und Bryce Taylor wird Alba in Berlin halten wollen.

WER KÖNNTE GEHEN?

Die Neuzugänge Kyle Weaver und Marko Simonovic zeigten teilweise gute Leistungen, tauchten in den Play-offs aber ab. Lucca Staiger hat sich nun schon unter drei verschiedenen Trainern nicht durchsetzen können und wird sein Glück wahrscheinlich bei einem anderen Bundesligisten versuchen müssen. Torin Francis steht zwar noch unter Vertrag für die kommende Saison, Alba hat aber die Option, sich von ihm zu trennen. Der nachverpflichtete Ionnis Kalampokis hatte kaum Gelegenheit zu zeigen, ob er Alba weiterhelfen kann. Sven Schultze ist als Musterprofi und Motivator wertvoll – ob das für eine neuen Vertrag reicht, ist unklar. Ähnliches gilt für den in seinen Leistungen stark schwankenden Derrick Allen.

WER KOMMT?

Zwangsläufig mehr Deutsche. Die Ausländerregelung der BBL sieht vor, dass jedes Team ab der kommenden Saison sechs deutsche Spieler im Kader haben muss. Bisher waren fünf einheimische Profis Pflicht. Besonders umworben, auch von Alba, dürfte der Trierer Center Maik Zirbes sein. Der 22-Jährige wurde gerade zum „Besten Nachwuchsspieler“ und „Most Improved Player“ der Liga gewählt. Nach dem dritten Viertelfinale trafen sich die Alba-Manager Marco Baldi und Mithat Demirel mit Jugendnationalspieler Ismet Akpinar, der als eines der größten deutschen Spielmacher-Talente gilt. Falls der 16 Jahre alte Hamburger tatsächlich kommt, wird er Albas Profiteam aber erst in ein paar Jahren weiterhelfen können.

SPIELT ALBA IM EUROPAPOKAL?

Das steht noch nicht fest, ist aber wahrscheinlich. Die Frage ist: in welchem Wettbewerb? Erst Ende Juni/Anfang Juli weiß die Basketball-Bundesliga (BBL), wie viele Startplätze sie erhält. Der Deutsche Meister zieht in die Europaliga ein, im Eurocup kommen meist drei Plätze hinzu, weitere zwei oder drei Teams treten in der drittklassigen Eurochallenge an. Da die Berliner von den vier im Viertelfinale ausscheidenden Klubs in der regulären Saison die beste Platzierung erreicht haben , wird Alba im Abschluss-Ranking der BBL den fünften Platz belegen. Das würde wohl nur für die Eurochallenge reichen, allerdings verfügt Alba im europäischen Basketball nach wie vor über großes Ansehen. Eine Wildcard für den Eurocup oder die Qualifikation für die Europaliga, wie in den vergangenen drei Jahren, ist nicht unwahrscheinlich.

WAS MACHT DER NACHWUCHS?

Albas Jugendarbeit bringt viele Kinder zum Basketball, an der Spitze des ambitionierten Programms ging es in dieser Saison aber nicht vorwärts. Die zweite Mannschaft stieg aus der dritten Liga ProB in die 1. Regionalliga Nord ab. Auch die Mannschaften in Nachwuchs-Bundesliga NBBL und Jugend-Bundesliga JBBL scheiterten frühzeitig. Ein Nachwuchsspieler, der in der kommenden Saison den Sprung in die feste Rotation bei den Profis schaffen könnte, ist zurzeit nicht in Sicht.

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