• Peter Pekarik und John Anthony Brooks verletzt: Hertha BSC: Die Ausfallliste wird länger
Update

Peter Pekarik und John Anthony Brooks verletzt : Hertha BSC: Die Ausfallliste wird länger

Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik hat sich an der Schulter verletzt. Damit wächst die Verletztenliste weiter an. Bei Alexander Baumjohann gibt es hingegen Entwarnung.

von
Peter Pekarik im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine.
Peter Pekarik im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine.Foto: AFP

Alexander Baumjohann war definitiv nicht gut gelaunt. Mehr als ein brummiges „Ja“ war ihm nicht zu entlocken, als er am Mittwoch Trainingsplatz verließ. Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC trottete wortlos weiter Richtung Kabine, in Begleitung des Physiotherapeuten Frederick Syna. Das ist in der Regel kein gutes Zeichen, und so war es auch diesmal. Baumjohann war beim „Vier gegen zwei“ umgeknickt; anschließend wurde er – unter den sorgenvollen Blicken seiner Kollegen – ein paar Minuten ärztlich erstversorgt, ehe er mit einem Verband um den linken Knöchel den Trainingsplatz verließ. Immerhin: Allzu arg humpelte Baumjohann nicht, er soll sogar schon am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren.

Pal Dardai, der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten, hat zum Auftakt der Saisonvorbereitung seinen Wunsch kundgetan, dass er nicht noch einmal 120 Verletzte haben wolle. Im Moment könnte der Ungar fast zu der Erkenntnis gelangen, dass irgendjemand etwas gegen ihn habe. Die Ausfallliste ist in dieser Woche ordentlich angewachsen. Erst wurde bekannt, dass Sami Allagui wegen eines Knorpelschadens am Knie operiert werden musste und wohl mindestens die komplette Hinrunde ausfallen wird. Dann erwischte es neben Baumjohann auch noch die beiden Nationalspieler Peter Pekarik und John Anthony Brooks.

Mitchell Weiser wird gegen den VfB wohl Pekarik ersetzen

Brooks war schon vor dem Testspiel der USA gegen Brasilien (1:4) nach Europa zurückgereist, um sich bei Hertha wegen seiner muskulären Probleme im Oberschenkel behandeln zu lassen. Ob es bis zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstagnachmittag reicht, ist fraglich. Im schlimmsten Fall würde Dardai also die halbe Viererkette wegbrechen, die zuletzt gegen Borussia Dortmund zum Einsatz gekommen war.

Mit Peter Pekarik kann der Ungar jedenfalls nicht rechnen. Eine MRT-Untersuchung ergab am Mittwoch eine Verletzung des Kapsel- und Bandapparates in der linken Schulter. Slowakische Medien verkündeten bereits, dass der Rechtsverteidiger drei bis sechs Wochen ausfallen werde. Hertha machte diesbezüglich noch keine Angaben. Pekarik war im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine (0:0) auf seine linke Schulter gefallen. Später wurden Fotos aus dem Kabinentrakt in Zilina verbreitet, die ihn mit bandagierter und fixierter Schulter zeigten. Immerhin konnte Pekarik da schon wieder lächeln und den Daumen seiner rechten Hand in die Kamera halten.

Vor knapp drei Jahren hatte es Pekarik schon einmal an derselben Schulter erwischt. Damals wurde eine Kapsel- und Gelenklippenverletzung sowie ein Sehnenschaden diagnostiziert. Der Slowake musste operiert werden und fiel fast drei Monate aus. Von den 85 Ligaspielen seit seiner Rückkehr hat Pekarik 73 bestritten – nur einmal stand er nicht in der Startelf. Der Rechtsverteidiger ist eine verlässliche Größe, auf die Hertha jetzt wohl erst einmal verzichten muss. „Es ist meine Aufgabe, eine Lösung zu finden“, sagte Dardai. Die Lösung wird wohl Mitchell Weiser heißen. „Er ist ein Kandidat“, sagte Dardai. Was er nicht sagte: Andere Kandidaten gibt es in seinem Kader derzeit nicht.

13 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben