• Rudi Thiel: Im Käfer losgefahren, bei Bubka angekommen - Die wichtigsten Stationen des Meeting-Direktors

Sport : Rudi Thiel: Im Käfer losgefahren, bei Bubka angekommen - Die wichtigsten Stationen des Meeting-Direktors

Kein anderer Name ist so eng mit dem Istaf verbunden wie der von Rudi Thiel. Die wichtigsten Stationen des Meeting-Direktors, der sich am Freitag vom Istaf verabschiedet

1952: Der frühere Mittelstreckenläufer beginnt seine Arbeit für das Sportfest. Damals kümmert er sich auch um den Transport der Athleten. Fahrdienst konnte man diesen Service in den 50er Jahren freilich noch nicht nennen. Rudi Thiel fährt einen VW-Käfer, und schmunzelnd erinnert er sich, wie er eines Tages mit dem Volkswagen Stabhochsprungstäbe transportierte.

1964: Thiel gehört zum Istaf-Vorstand.

1968: Rudi Thiel wird Cheforganisator. Fortan sorgt er dafür, dass das Istaf sich trotz der West-Berliner Insellage in die erste Reihe der internationalen Leichtathletik-Meetings schiebt.

1970: Eine internationale Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Veranstaltern wird auch von Rudi Thiel unterstützt. Das Istaf gehört zur Nordischen Meeting-Kette und Anfang der 80er Jahre auch zu den Euromeetings.

1985: Das Istaf zählt zur neu installierten Grand-Prix-Serie des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF).

1988: Die Ausrichtung des Grand-Prix-Finales beim Istaf ist der Höhepunkt in der Ära Thiel vor der Wende.

1993: Das Istaf zählt zu den Gründungsmitgliedern der Golden-Four-Meetings mit Zürich, Oslo, Brüssel und Berlin. Ein Jahr später wird das Olympiastadion ständiger Finalschauplatz der Golden-Four.

1998: Mit dem Gerüst der Golden-Four-Meetings entsteht die Golden-League der IAAF. Zum zweiten Mal findet morgen das Finale dieser hochkarätigen Serie im Rahmen des Istaf statt.

Rudi Thiel, der bis zu seiner Pensionierung 1993 als Architekt für den Senat tätig und auch für den Bau der Neuen Nationalgalerie zuständig war, war jahrzehntelang Vorsitzender der Leichtathletikabteilung des Olympischen SC. Unter anderem organisierte der gebürtige Schöneberger das Berliner Springermeeting für den OSC. Rudi Thiel, der auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet wurde, sorgte dafür, dass der Stabhochsprung-Serienweltrekordler Sergej Bubka (Ukraine) einige Jahre in Berlin lebte und für den OSC startete.

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