Sport : Rückkehr im Fallen

Szalai polarisiert bei Mainz’ 3:1 über Freiburg.

Ein Mann, zwei Tore. Choupo-Moting ebnete Mainz den Weg zum Sieg. Foto: dpa
Ein Mann, zwei Tore. Choupo-Moting ebnete Mainz den Weg zum Sieg. Foto: dpaFoto: dpa

Mainz - Vor einem Jahr fiel der Mainzer Stürmer Adam Szalai im Auswärtsspiel in Kaiserslautern. Er griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Knie, das Kreuzband war gerissen. Nach einer Pause von 366 Tagen gab er am Sonntagabend gegen den SC Freiburg sein Debüt in der Startelf der Mainzer und fiel erneut. Diesmal im Strafraum nach einer Berührung durch Fallou Diagné. Für Szalai blieb das Foul ohne schwerwiegende Folgen – das Spiel jedoch war nach dem fälligen Elfmeter zum 2:0 und der Roten Karte für Diagné bereits nach sechs Minuten gelaufen: Mainz 05 gewann 3:1 (3:0) gegen die Breisgauer.

Während Mainz nach zuvor fünf sieglosen Spielen auf Platz zwölf kletterte, verpassten die Freiburger die Chance, erstmals seit Oktober die Abstiegsplätze zu verlassen und fielen wieder auf den letzten Platz zurück. Dabei hatten sie die erste Chance des Spiels. „Wir haben eine Minute lang ein gutes Spiel gesehen“, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich und betonte: „Ich meine das nicht ironisch.“

Was danach kam, war einer Mischung aus Unglück und Unvermögen geschuldet. Ein Fehler im Aufbauspiel ermöglichte Choupo-Motings ersten Treffer bereits in der zweiten Spielminute. In der ersten Szene nach dem 1:0 sah Schiedsrichter Markus Schmidt dann im Laufduell zwischen Szalai und Freiburgs Diagné eine Berührung der beiden vor Szalais Sturz und entschied auf Strafstoß. „Ich bin froh, dass der Schiedsrichter diesmal das Foul erkannt hat. Er hat mich ganz klar getroffen, ich muss da keine Schwalbe machen“, sagte Szalai. Eugen Polanski verwandelte den Elfmeter sicher.

Trainer Thomas Tuchel drückte es etwas vorsichtiger aus. „Ich denke, er trifft ihn mit dem linken Fuß leicht am Schienbein. Diese Berührung hat Adam dann zum Anlass genommen, seinen Angriff abzubrechen“, sagte Tuchel. Am vergangenen Wochenende war Szalai im Spiel gegen Leverkusen beim Stand von 2:3 ein Elfmeter-Pfiff in der 90. Minute versagt geblieben. „Niemand hat mich da jammern hören, als uns ein glasklarer Elfmeter nicht gegeben wurde. Also werde ich mich heute sicherlich nicht für eine Entscheidung entschuldigen, die man so geben kann“, sagte Tuchel.

Die Entscheidung befeuert die Diskussion darüber, ob ein Elfmeter bei Verhinderung einer klaren Torchance nicht Strafe genug sei. „Der Elfmeter und dann auch noch der Platzverweis – das war spielentscheidend“, sagte Szalai selbst. Auch wenn der 24-Jährige bei seinem Startelf-Comeback keinen Treffer erzielte, so sah man doch, wie sehr er den Mainzer Angriff belebte. Immer anspielbar, brachte er von Beginn an Unruhe in die Freiburger Hintermannschaft. „Er hat unser Spiel auf ein neues Niveau gehoben“, lobte Tuchel.

Dadurch ergaben sich Räume, die Eric Maxim Choupo-Moting am besten zu nutzen wusste. Er ließ dem 1:0 auch noch das 3:0 folgen, nach nur 17 Minuten war das Spiel endgültig entschieden. „Eric hat heute im Schatten von Adam ein herausragendes Spiel gemacht“, sagte Tuchel über den 22-Jährigen, der mit sechs Treffern bester Schütze der Mainzer ist. Dem Freiburger Pavel Krmas gelang in der zweiten Halbzeit nur noch das 1:3.dapd

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