Sport : Ruhig bleiben und siegen

Nach fünf Heimniederlagen hintereinander bezwingt der FSV Mainz 05 den VfB Stuttgart mit 3:1

Vorbei am Stuttgarter Boulahrouz zieht der Mainzer Doppeltorschütze Ujah. Foto: dapd
Vorbei am Stuttgarter Boulahrouz zieht der Mainzer Doppeltorschütze Ujah. Foto: dapdFoto: dapd

Mainz - Thomas Tuchel blieb 90 Minuten lang auffallend ruhig. Zuletzt war dem Trainer des FSV Mainz 05 vorgeworfen worden, er reagiere aggressiv und unbeherrscht auf die Niederlagen, die seine Mannschaft in den vergangenen Wochen zumeist abgeliefert hatte. Am Freitagabend dürfte es Tuchel leichter gefallen sein, die Contenance zu behalten: Seine Mainzer besiegten den VfB Stuttgart in einem spannenden Spiel mit 3:1 (0:0) und feierten den ersten Heimsieg seit dem 6. August. „Wir haben uns voll reingehauen und haben uns seit langer Zeit mal wieder belohnt“, sagte der Mainzer Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz. „Es war wichtig, auch mal einen dreckigen Sieg einzufahren.“

Nach fünf Heimniederlagen und neun sieglosen Spielen hintereinander hatte Tuchel seine Mannschaft auf vier Positionen umgestellt – und doch geriet sie wieder in Rückstand. Fünf Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte traf Cacau nach einer Hereingabe von Martin Harnik zum 1:0 für den VfB. Doch der FSV zeigte sich keineswegs geschockt: Nur 140 Sekunden später erzielte Anthony Ujah nach einer Flanke von Elkin Soto seinen ersten Treffer in der Bundesliga.

Danach spielte Mainz befreit auf. Ivanschitz verwandelte einen Elfmeter zum 2:1, nachdem Guido Winkmann einen leichten Schubser von Maza an Nicolai Müller als Foul gewertet hatte. „Was beim Elfmeterpfiff passiert ist, weiß ich nicht“, sagte VfB-Verteidiger Khalid Boulahrouz. „Vielleicht hatte der Schiedsrichter ja eine 3D-Brille auf, und alles ist plötzlich auf ihn zugekommen.“ Die Stuttgarter hatten sich kaum beruhigt, als erneut Ujah den Endstand erzielte. Geschmälert wurde die Freude der Mainzer durch die Rote Karte für Eugen Polanski, der sieben Minuten vor Schluss wegen groben Foulspiels vom Feld musste. Nach dem Schlusspfiff sah dann auch noch der Stuttgarter Maza wegen Meckerns Gelb-Rot. Tsp/dpa

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