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Schock für Hertha BSC : Sami Allagui fällt für die gesamte Hinrunde aus

Hertha BSC wird den Rest der Hinrunde auf Sami Allagui verzichten müssen. Der Angreifer wurde wegen eines Knorpelschadens operiert.

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Für Sami Allagui ist die Hinrunde vorbei. Foto: dpa
Für Sami Allagui ist die Hinrunde vorbei.Foto: dpa

Vedad Ibisevic hat am Sonntag in der EM-Qualifikation 90 Minuten für Bosnien-Herzegowina gegen Andorra gespielt, am Montag war der Stürmer noch nicht in Berlin auf dem Trainingsplatz. Es spricht also einiges dafür, dass Ibisevic an diesem Dienstag bei Hertha BSC die Arbeit aufnimmt. Pal Dardai, der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten, wollte das am Montag noch nicht bestätigen, weil er ein bisschen Angst vor negativen Schlagzeilen hatte. Zum Beispiel für den Fall, dass Ibisevic ohne eigenes Verschulden sein Flugzeug verpassen sollte. „Er kommt“, sagte Dardai nur. „Und wenn er kommt, ist er beim Training.“ Dardais Sorge erwies sich als unbegründet. Der Bosnier landete am Montag planmäßig in Tegel und wird planmäßig am Dienstag ins Training einsteigen. Für Hertha kommt er in jedem Fall gerade recht.

Die Berliner waren sowieso überzeugt, dass sie mit der Verpflichtung des 31 Jahre alten Stürmers einen guten Fang gemacht haben; spätestens am Wochenende dürfte diese Überzeugung zur Gewissheit geworden sein – als sie nämlich bei Hertha erfahren haben, dass sich die Personalsituation im Sturm erst einmal nicht entspannen würde. Sami Allagui, der sich in der Vorbereitung am Knie verletzt hatte und kurz vor der Rückkehr ins Training gestanden hatte, ist in Köln operiert worden. Er fällt wohl die komplette Hinrunde aus. Auch bei Julian Schieber ist noch nicht absehbar, wann er Trainer Dardai wieder zur Verfügung stehen wird. Kurioserweise ist bei Allagui, genau wie bei Schieber, ein Knorpelschaden diagnostiziert worden.

„Das ist ganz bitter für Sami“, sagte Manager Michael Preetz. Allagui hatte in der vergangenen Woche wieder mit dem Lauftraining begonnen, doch die Reha, die er gerade hinter sich wähnte, fängt für ihn nun wieder von vorne an. „Jetzt bist du Einzelsportler“, sagte Trainer Dardai dem Stürmer am Telefon. Die Verletzung sei ein schwerer Schlag für Allagui. In der Vorbereitung habe er gut gearbeitet, berichtete Dardai, „ich war richtig zufrieden mit ihm“.

Allagui war auf dem besten Weg, sich einen Stammplatz bei Hertha zu erobern

Allagui war vor einem Jahr von Hertha nach Mainz verliehen worden, doch weil die Mainzer keine weitere Verwendung mehr für ihn hatten, kehrte der 29-Jährige in diesem Sommer nach Berlin zurück. Die Erwartungen an ihn waren dementsprechend nicht allzu hoch, doch nach den ersten Eindrücken aus der Vorbereitung war Allagui auf dem besten Weg, sich einen Stammplatz bei Hertha zu erobern – bis zum Testspiel gegen Rayo Vallecano, als Allagui einen Abschlag des spanischen Torwarts gegen sein linkes Knie bekam und sich dabei eine Kreuzbandzerrung zuzog.

„Den Saisonstart hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt“, sagte Allagui. „Ich war topfit und wollte mit Hertha angreifen. Nun ist es leider anders gekommen.“ Mannschaftsarzt Uli Schleicher bezeichnete den Knorpelschaden als Folge der Kreuzbandverletzung, „die sechswöchige, konservative Behandlung hat leider nicht zum Erfolg geführt“. Eine Knorpelverletzung gilt als tückisch. Bei Karsten Bäron führte sie einst zum Karriereende. Julian Schieber sollte drei Monate pausieren, hieß es zunächst. Inzwischen sind es sechs – und ein Ende ist nicht abzusehen. „Das ist eine schwierige Verletzung“, sagte Trainer Dardai über Sami Allagui. „Es ist schwer einzuschätzen, wann er zurückkommt.“

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