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Sieg bei 1860 München : Union Berlin klettert vorerst auf Rang drei

Es geht nach oben für den 1. FC Union Berlin. Trotz Unterzahl siegten die Köpenicker bei 1860 München.

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Union mit Steven Skrzybski (l.) zeigte vollen Einsatz - und wurde am Ende belohnt.
Union mit Steven Skrzybski (l.) zeigte vollen Einsatz - und wurde am Ende belohnt.Foto: Matthias Koch

Fabian Schönheim jubelte nach dem Abpfiff wohl am meisten. Der Verteidiger des 1. FC Union hatte im Auswärtsspiel bei 1860 München fälschlicherweise kurz nach dem Seitenwechsel die Gelb-Rote Karte gesehen. Doch in Unterzahl verteidigte seine Mannschaft den knappen 2:1-Vorsprung bis zum Ende. „Ich habe in der Halbzeit erfahren, dass ich Gelb bekommen habe. Ich dachte, dass Collin Quaner verwarnt wurde. In der Halbzeit kam der Schiri zu mir und hat sich entschuldigt, weil er mir eine Gelbe Karte gegeben hat“, klärte Schönheim später auf. „Der Schiedsrichter hat gemeint, dass ich bitte kein Foul mehr machen soll. Ich habe dann für mein erstes Foul Gelb-Rot gesehen. Die Jungs haben aber richtig geil gefightet.“
Gegenüber dem 4:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC hatte Union-Trainer Jens Keller seine Startelf auf einer Position geändert. Auf der linken offensiven Außenbahn durfte Kenny Prince Redondo anstelle von Adrian Nikci beginnen. Neuzugang Simon Hedlund war wegen einer Oberschenkelverletzung wie schon gegen den KSC nicht im Kader.
Vor 19300 Zuschauern brachte Steven Skrzybski Union nach Vorarbeit von Redondo schon nach fünf Minuten mit 1:0 in Führung. Es sah gut aus für die Berliner, ehe die Münchner durch einen Handelfmeter von Michael Liendl nach 25 Minuten zum Ausgleich kamen. Dabei machte Schiedsrichter Florian Heft den Fehler, Schönheim anstelle von Sünder Quaner zu verwarnen. Doch Union schlug kurz vor der Pause durch den gebürtigen Münchner Redondo zum 2:1 zu.

Jens Keller war "unheimlich stolz" auf seine Mannschaft

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie einen anderen Verlauf, als Schönheim mit der Ampelkarte vom Platz musste. Nun drückte 1860 München. Die größten Chancen zum Ausgleich vergaben Maximilian Wittek mit einem Pfostenschuss und Stefan Mugosa per Kopf kurz vor Schluss. Doch es blieb beim ersten Auswärtssieg der Saison für Union. „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat gezeigt, was sie noch für Facetten hat. Sie hat sich in Unterzahl in jeden Ball geschmissen und das 2:1 verteidigt“, sagte Keller. „Wenn wir ein bisschen cleverer gewesen wären, hätten wir das 3:1 machen können.“ Am kommenden Mittwoch spielt Union wieder auswärts in Bayern. Diesmal beim starken Aufsteiger Würzburger Kickers.
Union-Fan Sascha Koschitzke war nicht in München, aber doch Gesprächsthema am Freitag. Der 40-Jährige startete am Morgen nach einem Frühstück im Stadion An der Alten Försterei mit seiner Wanderung zum Union-Auswärtsspiel in Nürnberg am 30. September. Die 531 Kilometer will er in 13 Etappen zurücklegen, um Spenden für Unioner mit Handicap zu sammeln. Die sollen im Mai 2017 eine Auswärtstour bei Eintracht Braunschweig erleben. Mit der Fahrt soll auch an die kürzlich tödlich verunglückte Janine Jänicke erinnert werden, die Unions ehrenamtliche Behinderten-Fanbeauftragte war.


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