Sport : Spiel verloren, Wette gewonnen Fortuna Düsseldorf feiert trotz des 0:1 in Mainz

Wegdrücken hilft nicht. Der Düsseldorfer Fink (hi.) mit dem Mainzer Szalai. Foto: dapd
Wegdrücken hilft nicht. Der Düsseldorfer Fink (hi.) mit dem Mainzer Szalai. Foto: dapdFoto: dapd

Mainz - Beim „Wetten, dass...?“-Debüt von Moderator Markus Lanz am Samstagabend im ZDF konnten die Fortuna-Profis schon wieder lachen. Der Aufsteiger wurde vom Düsseldorfer Publikum gefeiert – dabei war wenige Stunden vorher die Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Folge zu Ende gegangen. Das 0:1 beim FSV Mainz 05 war ärgerlich, weil vermeidbar. „Hätte, wenn und aber – davon haben wir nach diesem Spiel nichts. Wir haben verloren und das ist sehr ärgerlich“, sagte Torhüter Fabian Giefer, der erstmals in dieser Spielzeit auswärts bezwungen wurde und dabei nicht die beste Figur machte. „Diese Niederlage tut weh und ist sehr enttäuschend“, schimpfte auch der bisher vierfache Torschütze Dani Schahin.

Trainer Norbert Meier fand den Auftritt seiner Truppe insgesamt in Ordnung. „Einen Punkt hätten wir schon verdient gehabt“, sagte der 54-Jährige und fügte lächelnd hinzu, dass die Fortuna „vielleicht sogar nochmal irgendwann verlieren wird“. Nach der ersten Niederlage durch den späten Treffer des Mainzer Kapitäns Nikolce Noveski den erfolgreichen Bundesliga-Start infrage zu stellen, das hat die Fortuna in der Tat nicht nötig. Düsseldorf überzeugte auch beim Spiel in Mainz, spielte kompakt, ließ wenig zu und war auch mutig in der Offensive. Nur der Abschluss stimmte nicht. „Wir müssen die Chancen konsequenter nutzen. Das ist das alte Lied“, klagte Kapitän Jens Langeneke.

Die anstehende Länderspielpause kommt dem bisher so keck und erfolgreich auftrumpfenden Neuling gerade recht. „Jetzt geht es darum, die Zeit gut zu nutzen, denn danach steht das Heimspiel gegen den FC Bayern München auf dem Programm“, sagte Giefer. Auch Langeneke sieht positiv in die Zukunft. „Diese Niederlage wirft uns nicht zurück. Man kann schließlich nicht alles verhindern“, meinte der Abwehrspieler, der sich zur Pause ein kurzes, aber heftiges Wortgefecht mit dem Mainzer Torhüter Christian Wetklo lieferte. Wetklo hatte den Düsseldorfern „Fallsucht“ unterstellt. „Auf dem Platz passiert so was. Da sagt man Sachen, die man seiner Schwiegermutter nicht sagen würde. Danach gibt man sich die Hand und alles ist in Ordnung“, sagte der Düsseldorfer Abwehrspieler.

Unmittelbar nach der Rückkehr in die Heimat gab es doch noch einen Sieg und gute Laune bei Mannschaft und Trainer. Gut 500 nackte Düsseldorfer bildeten in der ZDF-Show „Wetten, dass ..?“ das Vereinslogo der Fortunen erfolgreich nach.

Für die Mainzer war die Fußballwelt ohnehin in Ordnung. Präsident Harald Strutz feierte den dritten Erfolg im vierten Spiel als „kapitalen Sieg“. Nur die schwere Verletzung von Niko Bungert verlieh dem Dreier einen bitteren Beigeschmack. Der Innenverteidiger zog sich eine Kreuzbandverletzung im linken Knie zu und muss mit einer Operation rechnen. Mit zehn Punkten haben die Mainzer den Kontakt zum vorderen Mittelfeld hergestellt. „Wir können von einem sehr, sehr guten Saisonstart sprechen“, konstatierte Manager Christian Heidel. dpa

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