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SV Sandhausen - Union Berlin 1:1 : Union holt einen Punkt in kuriosem Spiel

Ein Punkt im Auswärtsspiel: Union Berlin spielt beim SV Sandhausen 1:1 und bleibt im Mittelfeld der 2. Bundesliga. Dabei fielen beide Tore auf kuriose Weise. Trainer Düwel war besonders mit der zweiten Halbzeit zufrieden.

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Augenhöhe: Unions Polter (r.) im Zweikampf mit Sandhausens Hübner.
Augenhöhe: Unions Polter (r.) im Zweikampf mit Sandhausens Hübner.Foto: dpa

Am Ostersonntag um 16.20 Uhr verließ der Mannschaftsbus des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin das Stadion des SV Sandhausen. Im Gepäck auf dem Weg zum Flughafen in Frankfurt hatten die Köpenicker einen Zähler. Mit dem 1:1 (0:1) zeigten sie sich durchaus zufrieden, auch weil es nach vier Auswärtspleiten in Folge endlich mal wieder etwas Zählbares gab.  „In der ersten Halbzeit war Sandhausen die bessere Mannschaft, die auch verdient in Führung gegangen ist. In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft ein deutlich anderes Gesicht gezeigt“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel. „Sie hat mutig nach vorn gespielt. Wir haben den Willen gezeigt, dass Ergebnis zu korrigieren. Wir hätten gern drei Punkte mitgenommen. Aber unter dem Strich können wir mit einem Zähler leben.“

Die beiden Treffer des Tages vor 5318 Zuschauern im Hardtwaldstadion, darunter rund 500 sangesfreudige Union-Fans, waren zwei Ostereier der kuriosen Sorte. Beide kamen durch Selbsttore zustande. Beim 1:0 für Sandhausen nach sechs Minuten bugsierte Union-Verteidiger Christopher Trimmel eine scharfe Eingabe von Lukas Kübler unglücklich ins eigene Netz. Nach der Pause erwischte es den Gastgeber nach dem gleichen Prinzip, als Timo Achenbach einen Kopfball von Unions Außenverteidiger Michael Parensen ins „falsche“ Tor abfälschte. 

"Mit ein bisschen Glück gewinnen wir noch"

Das 1:1 fiel in die beste Phase der Berliner, die im zweiten Abschnitt rigoros umgestellt hatten. Verteidiger Roberto Puncec und Offensivmann Christopher Quiring mussten draußen bleiben. Dafür brachte Düwel Mittelfeldspieler Björn Jopek und Angreifer Bajram Nebihi. Von der Taktik her spielte hinten ab der 46. Minute eine Dreier- anstelle einer Vierer-Abwehrkette. Dafür agierten fortan Eroll Zejnullahu und Jopek auf der Doppelsechs. „Es war wichtig, etwas zu ändern. Viel weniger als in der ersten Halbzeit konnte nicht herauskommen“, sagte Parensen. „Das hat für dieses Spiel ganz gut geklappt. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir noch.“ Die größte Chance zum Auswärtssieg  vergab Sebastian Polter in der 83. Minute, als er an Torwart Manuel Riemann scheiterte.

Union-Trainer Düwel gab auf der linken Mittelfeldseite erstmals dem jungen Kosovaren Valmir Sulejmani die Möglichkeit, sich von Beginn an zu zeigen. Sulejmani machte seine Sache gut. Das kann man auch über Schlussmann Daniel Haas sagen, der trotz abgelaufener Rotsperre von Mohamed Amsif im Kasten den Vorzug bekam. „Das Müh, das es ausgemacht hat, dass Daniel Haas im Tor stand, war das letzte Spiel gegen den FC St. Pauli (1:0 – d. Red.). Das war eine große Drucksituation für ihn und er hatte seine Sache gegen St. Pauli sehr gut gemacht“, begründete Düwel seine Entscheidung. „Ich konnte keine Fehler erkennen, von daher gab es keinen Grund, Daniel aus dem Tor herauszunehmen.“

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