Trikotwerbung : Mit breiter Brust

Eintracht Braunschweig hat 1973 den Anfang gemacht. Heute nehmen die 18 Bundesligaklubs im Schnitt rund sieben Millionen Euro mit Trikotwerbung ein. Die Trikotbrust wird immer wertvoller.

Den Anfang machte vor 40 Jahren Eintracht Braunschweig (Im Bild: Retrotrikot) mit dem Jägermeister-Schriftzug auf der Brust.
Den Anfang machte vor 40 Jahren Eintracht Braunschweig (Im Bild: Retrotrikot) mit dem Jägermeister-Schriftzug auf der Brust.Foto: Imago

Die Fußball-Bundesliga befindet sich bei den Einnahmen aus dem Trikotsponsoring weiter auf Wachstumskurs. In der laufenden Spielzeit nehmen die 18 Clubs durch Werbung auf ihrer Spielkleidung insgesamt 127,8 Millionen Euro ein, in der Vorsaison waren es 119,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum um 6,7 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten European Jersey Report 2013/14 des Sportmarketing-Unternehmens Repucom hervorgeht.

Krösus bei der Trikotwerbung ist Triple-Gewinner Bayern München mit geschätzten 27 Millionen Euro vor dem FC Schalke 04, der 15 Millionen Euro erlöst. Auf Rang drei folgt der VfL Wolfsburg (12 Millionen Euro). Im Schnitt nehmen die Clubs 7,1 Millionen Euro durch Trikotwerbung ein, in der Saison 2012/13 waren es noch 6,7 Millionen Euro.

Im internationalen Vergleich liegt die Bundesliga damit in diesem Bereich nur hinter der englischen Premier League auf Platz zwei. Die 20 Vereine von der Insel nehmen in dieser Saison den Erhebungen zufolge 157 Millionen Euro ein. „Die sportliche Relevanz der Bundesliga ist weltweit stark gestiegen“, sagte Philipp Kupfer, Director Business Development bei Repucom.

Vor allem durch die Erfolge in der Champions League stünden deutsche Clubs viel mehr im Fokus. „Damit steigt automatisch der internationale Stellenwert des Trikotpartners.“ Hinter der Bundesliga liegt die spanische Primera División mit Erlösen in Höhe von 87 Millionen Euro auf Platz drei. Allerdings entfallen rund 70 Prozent dieser Einnahmen auf die beiden Spitzenclubs FC Barcelona und Real Madrid. In der Bundesliga gehe die Schere dagegen „deutlich weniger auseinander“. (dpa)

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