Turbine Potsdam : Bernd Schröder fehlt eine Mittelstürmerin

Turbines Fußballerinnen bleiben nach einem 0:0 gegen Essen Vorletzter der Bundesliga. Für Turbine ist es der schlechteste Saisonstart seit der Einführung seit Langem.

Frida Peters
Bei Bernd Schröder und Turbine Potsdam läuft es derzeit nicht so richtig.
Bei Bernd Schröder und Turbine Potsdam läuft es derzeit nicht so richtig.Foto: picture alliance / dpa

Der 1. FFC Turbine Potsdam befindet sich weiterhin in einer sportlichen Krise. Nach einem 0:0 gegen die SGS Essen am Sonntagnachmittag liegen die Potsdamerinnen mit vier Punkten nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schlechter als Turbine startete nur Aufsteiger Köln mit bisher einem Punkt in die Saison. Den 1820 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion bot sich eine zerfahrene Partie, in der beide Mannschaften vor dem Tor erschreckend harmlos agierten und nur wenig gute Torchancen herausspielen konnten. Die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder zeigte sich zwar kämpferisch, doch sie schien nach den vergangenen Niederlagen stark verunsichert und ohne Selbstvertrauen zu sein.

Mit nur drei Toren aus sechs Spielen sind die Potsdamerinnen zusammen mit dem USV Jena das sturmschwächste Team der Liga. Schröders Mannschaft fehlt seit dem Abgang von Genoveva Anonma im Sommer eine richtige Mittelstürmerin, die zu jeder Zeit Torgefahr ausstrahlt.

„Man muss Vertrauen in sie haben“

Schröder stellte sich nach dem Abpfiff trotzdem vor seine Mannschaft. „Das Schlimmste, was man jetzt machen kann, ist, auf die Spielerinnen zu schimpfen“, sagte der 73-Jährige. „Man muss Vertrauen in sie haben.“ Gästetrainer Markus Högner war durchaus zufrieden mit dem Punkt in Potsdam, denn für ihn gehört Turbine, trotz der aktuellen Situation, immer noch „unter die ersten Vier“ der Liga. Die derzeitige Tabelle sagt allerdings etwas anderes und stellt die Potsdamerinnen vor eine völlig ungewohnte Situation: Für Turbine Potsdam ist es der schlechteste Saisonstart seit der Einführung der eingleisigen Bundesliga im Jahr 1997.

Doch nicht nur in diesem Spiel war zu sehen, dass die Frauen-Bundesliga immer enger zusammenrückt. Auch die beiden Titelfavoriten Wolfsburg und Frankfurt patzten am vergangenen Spieltag. Während Frankfurt bei Aufsteiger Bremen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus kam, verlor der VfL Wolfsburg gar zuhause 0:1 gegen den SC Sand. Die Wolfsburgerinnen hatten zuletzt im September 2011 ein Heimspiel verloren.

Die nun beginnende zweiwöchige Länderspielpause könnte Bernd Schröder und seiner Mannschaft vielleicht gelegen kommen, um sich aus der Krise herauszuarbeiten. Von Frida Peters

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