Sport : Und am Ende trifft Podolski

Köln macht gegen Mainz kurz vor Schluss das 1:1.

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Auch wenn die jüngste Kritik von Jürgen Klopp an Lukas Podolski sicher ungewöhnlich heftig ausgefallen war, so dürfte sich der Trainer von Borussia Dortmund bei der Betrachtung der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05, die 1:1 (0:0) endete, lange Zeit bestätigt gefühlt haben. Der Angreifer der Kölner ließ gestern tatsächlich vieles vermissen, die überragende Form des 26-Jährigen der Vorwochen war plötzlich verschwunden. Bis die 85. Minute angebrochen war und er mit einem präzisen Distanzschuss den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte, nachdem Sami Allagui die Mainzer per Kopfball in Führung gebracht.

Mit seinem bis dahin dürftigen Auftritt befand sich Podolski allerdings in guter Gesellschaft. Das Nachholspiel des 13. Spieltags, das nach dem Suizidversuch des Schiedsrichters Babak Rafati vor drei Wochen ausgefallen war, war vor allem durch Hektik, viele Zweikämpfen und enorm viele Ballverluste auf beiden Seiten geprägt. Die Kölner versuchten sich in der ersten Hälfte daran, das Spiel zu gestalten, scheiterten allerdings immer wieder an den einsatzfreudigen Mainzern, denen anzumerken war, dass sie dringend Punkte gegen den Abstieg benötigen. Und so neutralisierten sich beide Teams gegenseitig, was sich überaus negativ auf die Zahl der Tormöglichkeiten auswirkte. Es gab auf beiden Seiten schlicht keine nennenswerte Szene.

Die Geduld der 44 800 Zuschauer im Kölner Stadion war bemerkenswert, denn auch in der zweiten Hälfte sollte die Partie nicht viel besser werden. „Ich weiß auch nicht, woran das liegt“, sagte Podolski über den dürftigen Auftritt. „Nach einem 4:0 gegen Freiburg sollte eigentlich das Selbstbewusstsein da sein. Aber wir haben uns viel zu wenige Chancen herausgespielt.“ Die Kölner zog sich in der zweiten Halbzeit mehr und mehr zurück und überließen den Mainzern überwiegend den Ball. Doch auch die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel konnte an diesem Abend lange Zeit wenig Produktives damit anstellen, ehe Allagui die Mainzer mit einem Kopfballtreffer in Führung brachte. Die Kölner berannten in der Folge das Mainzer Tor, und Lukas Podolski erzielte seinen 14. Bundesligatreffer, der den Kölnern einen letztlich glücklichen Punkt bescherte. „Wir wollten Lukas Podolski nicht schießen lassen“, sagt Sami Allagui, „aber dann macht er ihn doch rein.“

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