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Union Berlin spielt 2:2 bei Greuther Fürth : Tüchtig gegen den Angstgegner

Zwei Mal in Führung - und am Ende gab es einen Punkt für Union Berlin bei Greuther Fürth. Die Gastgeber stecken dagegen immer tiefer im Abstiegskampf...

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Verbissen: Unions Puncec (vorn) im Zweikampf mit Fürths Zulj.
Verbissen: Unions Puncec (vorn) im Zweikampf mit Fürths Zulj.Foto: dpa

Die Anhänger des 1. FC Union gaben vor dem Anpfiff der Auswärtspartie bei der Spielvereinigung Greuther Fürth die Richtung vor. Auf ihrer großen Choreographie war ein großer Schornsteinfeger zu sehen, der ein Kleeblatt verputzt – das im Vereinslogo der Fürther enthaltene Wahrzeichen. Darunter war der Spruch „Wahres Glück durch Tüchtigkeit!“ zu lesen.

Tüchtig waren die Berliner. Doch zum erhofften dreifachen Punktgewinn reichte es nicht. Am Ende mussten sie sich mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben. Der 1. FC Union blieb damit auswärts zum siebten Mal in Serie ohne Sieg. „88 Minuten lang war ich zufrieden. Leider hat es nicht ganz gereicht. In den letzten fünf Minuten war ich nicht zufrieden, weil wir Fehler gemacht haben, die wir einfach nicht auf diesem Niveau machen dürfen“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel. „Wir haben uns um einen verdienten Dreier gebracht. Und das durch eigene Fehler und Unzulänglichkeiten. 88 Minuten waren in Ordnung, der Rest war leider zum Vergessen.“

Fürth bleibt Unions Angstgegner

Zwei Mal lagen die Köpenicker, bei denen es im Vergleich zum enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen den VfR Aalen gleich fünf Veränderungen in der Startelf gegeben hatte,  vor 11080 Zuschauern im Ronhof in Front. Nach acht Minuten schoss Mittelfeldmann Maximilian Thiel bei seinem Comeback nach einer schweren Schulterverletzung nach einer Kombination über Sebastian Polter und Damir Kreilach das 1:0. In der 79. Minute bugsierte Sechser Michael Parensen einen Eckstoß von Fabian Schönheim mit der Pike zum 2:1 ins Netz. Dabei sah der Fürther Schlussmann Mark Flekken nicht gut aus, der kurzfristig für den bei der Erwärmung verletzten Stammkeeper Wolfgang Hesl ran durfte.

Doch Unions Angstgegner, gegen die Fürther gab es in 16 Zweitligaspielen nur einen Sieg, blieb zwar auch im zehnten Heimspiel in Serie ohne vollen Erfolg. Doch nach Treffern von Sebastian Freis in der 50. Minute und Johannes Wurtz zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit reichte es noch zum am Ende nicht unverdienten 2:2. „Es war völlig zweitrangig, wie ich mich gefühlt habe. Wir haben eine gute Moral nach den beiden Nackenschlägen zum 0:1 und 1:2 bewiesen“, sagte der Noch-Fürther und zukünftige Unioner Stephan Fürstner.

Die Unioner fuhren dagegen trotz des vierten Spiels in Serie ohne Niederlage nicht mit allzu guter Laune heim. „Für mich war es schön, wieder auf dem Platz zu stehen, auch mit dem Tor“, sagte Thiel. „Am Ende ist es doch eher ein bisschen bitter, dass wir es nicht über die Zeit gerettet haben.“ Für ein bisschen Aufregung sorgte am Spieltag die Meldung, dass Düwel mit seinem Ex-Verein Hannover 96 in Verbindung gebracht wird. Dort wackelt der Stuhl von Trainer Tayfun Korkut. „Wir haben hier ein Spiel alles andere interessiert mich nicht. Ich habe einen Vertrag. Ich bin gebunden“, sagte Düwel. Unions Sport-Geschäftsführer Nico Schäfer sagte, dass Düwel keine Ausstiegsklausel besitze.

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