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Unser Blog zur Fußball-Bundesliga : Hannover 96: Michael Frontzeck kommt, die Ultras kommen zurück

Heute im Blog: Michael Frontzeck folgt Tayfun Korkut in Hannover, der Abschied von Jürgen Klopp beim BVB, Thomas Tuchel, Schalke 04 und natürlich auch ein bisschen HSV.

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Michael Frontzeck.
Michael Frontzeck.Foto: dpa

19:46 Uhr: Hoppla, Michael Frontzeck wird es. Er soll Tayfun Korkut als Trainer bei Hannover beerben. Auch Frontzeck ist ein alter Bekannter: Er hat bereits von 2004 bis 2005 als Co-Trainer unter Ewald Lienen bei Hannover gearbeitet. Der Vertrag läuft bis zum Saisonende. Na dann, viel Spaß.

19:32 Uhr: Der Kollege Hermanns ist schon im verdienten Feierabend, also müssen wir hier mal übernehmen - weil in Hannover weiter hart geschuftet wird. Mit dem Zwischenergebnis, dass Peter Neururer nicht Trainer wird. „Man hat mir mitgeteilt, dass es jemand anders wird“, sagte der 59-Jährige am Montagabend der dpa. Auf die Frage, wer Nachfolger von Tayfun Korkut werde, antwortete Neururer: „Es ist für mich nicht spannend, wer statt mir Trainer wird." Tja, für uns allerdings schon. Wir raten mal... Finke?! Wer hält dagegen?

16:55 Uhr: In Hannover bleibt es spannend. Zitat Peter Neururer: „Warten wir mal ab. Es waren gute Gespräche, und es wird eine zeitnahe Entscheidung geben.“ Bei jedem anderen Verein würde man ein Ablenkungsmanöver vermuten. 96 meint es offenbar ernst.

Einfache Rechnung.
Einfache Rechnung.Foto: Imago

16:05 Uhr: Aus der Rubrik "Nachrichten, die die Welt nicht braucht": Der Hamburger SV hat die Lizenz für die Bundesliga ohne Auflagen erhalten.

16:00 Uhr: Der Kalte Krieg bei Hannover 96 zwischen Fans und Verein scheint beendet zu sein. "Unser Protest gegen die Vereinsführung hat Wirkung gezeigt", schreiben die Ultras in einer Stellungnahme. "Hannover 96 hat heute eine Erklärung veröffentlicht und sich öffentlich für die Verfehlungen der Vergangenheit entschuldigt und zudem anerkannt, dass die Fanszene ein unverzichtbarer Teil von Hannover 96 ist. Diese Erklärung ist im Vorfeld mit uns abgesprochen gewesen und es ist richtig, dass wir anerkennen, dass auch wir nicht immer fehlerfrei gehandelt haben."

Im Gegenzug habe der Verein Stadion- und Hausverbote gegen Mitglieder der Fanszene ausgesetzt. Weiter heißt es: "Da unsere Forderungen erfüllt wurden und wir vor allem den Eindruck gewinnen konnten, dass sich die Wahrnehmung von Fans grundlegend geändert hat, kehren wir zum kommenden Heimspiel ins Niedersachsenstadion zurück." Es gibt allerdings eine Einschränkung. Die Profimannschaft ist für die Ultras nicht mehr die klare Nummer eins. "Unsere Unterstützung im Abstiegskampf werden wir der Mannschaft allerdings nur dann anbieten können, wenn das zweite Team parallel kein Spiel austrägt. Den jungen Spielern haben wir vor der Saison zugesagt, sie mindestens eine Spielzeit lang zu begleiten, davon rücken wir nicht ab." So schnell wird ein Ultra nicht wortbrüchig.

Immerhin können die Profis in vier ihrer letzten fünf Spiele auf die Unterstützung der Ultras zählen. Nur für die Auswärtspartie am 2. Mai in Wolfsburg (15.30 Uhr) sieht es schlecht aus. Am selben Tag um 14 Uhr spielt die Zweite in Lübeck. Eine Woche später könnte es für die Ultras sogar einen Doppelspieltag geben: erst um 13 Uhr der U 23 im Heimspiel gegen Goslar zuschauen, dann um 15.30 Uhr in die Arena formerly known as Niedersachsenstadion zum Bundesligaspiel gegen Werder Bremen.

15:30 Uhr: Bei Hannover 96 wird heute offensichtlich reiner Tisch gemacht. Trainer Tayfun Korkut, der die historische Serie von 13 Spielen ohne Sieg zu verantworten hatte, ist am Montag beurlaubt worden. Fast noch bedeutender ist, dass sich der Klub und seine Fans wieder angenähert haben. Am Nachmittag gab Hannover 96 folgende Pressemitteilung heraus: "Im vergangenen Jahr hat das Verhältnis zwischen Hannover 96 und einem Teil der aktiven Fanszene in Hannover gelitten. Verschiedene Äußerungen und Vorkommnisse haben Klub und Teile der Fans entfremdet. Diese Entwicklung ist dem Klub und sicherlich auch der aktiven Fanszene bewusst. Die aktuelle Situation ist eine Belastung für beide Seiten, in erster Linie jedoch für die Profimannschaft von Hannover 96 und für alle Zuschauer und Fans.

Beiden Seiten ist bewusst, dass sie Fehler begangen haben. Der übermäßige Einsatz von Pyrotechnik beim Hinspiel gegen Eintracht Braunschweig hatte zur Folge, dass Hannover 96 für das Rückspiel den Empfehlungen des Innenministeriums und der Polizei folgen musste. In diesem Zusammenhang hat man einen Rechtsstreit mit seinen Auswärts-Dauerkarteninhabern ausgefochten, der das Verhältnis zwischen Klub und der aktiven Fanszene zerrüttet hat. Im Nachhinein kann man konstatieren, dass diese gerichtliche Auseinandersetzung die Beziehungen zwischen den Fans und Hannover 96 massiv belastet hat. Hannover 96 hätte die durch das Gericht getroffene Entscheidung anerkennen und den Auswärtsdauerkarteninhabern ihre Eintrittskarten aushändigen sollen.

In vertrauensvollen Gesprächen haben Vertreter von Hannover 96 und Vertreter der aktiven Fanszene die Geschehnisse aufgearbeitet und wagen nun einen Neubeginn. Klubführung und aktive Fanszene sehen direkte Kommunikation als unerlässlich für eine gemeinsame Vertrauensbasis an. Dazu gehört auch, dass fanpolitische Themen nicht über die Medien kommuniziert werden."

Anders als alle vorangegangenen Versuche, die Situation zu befrieden, spricht aus dieser Mitteilung das wirkliche Bemühen, auch die andere Seite zu verstehen – und nicht stur auf dem eigenen Standpunkt zu beharren. Es ging längst nicht mehr darum, wer Recht hatte; es geht jetzt um die sportliche Existenz des Vereins. Denn dass die miese Stimmung im Stadion der Mannschaft und dem gesamten Klub aufs Gemüt geschlagen ist, war doch offenkundig. Welcher Faktor die eigenen Fans im Abstiegskampf sind, wird man am Samstag sehen: wenn Hannover 96 die TSG Hoffenheim empfängt.

Tore, wir brauchen Tore. Klaas-Jan Huntelaar hat seit 1098 Minuten nicht mehr getroffen.
Tore, wir brauchen Tore. Klaas-Jan Huntelaar hat seit 1098 Minuten nicht mehr getroffen.Foto: dpa

15:05 Uhr: Am Sonntagmorgen bin ich auf einen von Ulrich Deppendorf beantworteten Fragebogen gestoßen. Eine der Frage lautete: Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung geändert? Darauf Deppendorf: "Bei Schalke 04. Ich habe immer gedacht, dass aus denen nie eine richtige Mannschaft wird. Aber der neue Trainer scheint es zu schaffen. Grandios!" Grandios? Ich muss sagen: Diese Antwort hat mich ein wenig ratlos bis irritiert zurückgelassen. Offenbar hat Deppendorf diese Antwort tatsächlich in der vergangenen Woche so gegeben, nachdem die Schalker in drei Spielen kein einziges Tor erzielt hatten - und nicht schon vor acht Wochen, als der S04 nach einem 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach zuletzt auf Platz drei der Tabelle lag.

Grandios ist vielleicht, wie gelassen die Schalker mit der unbefriedigenden Situation umgehen. Ich habe in einem früheren Blog schon einmal die Frage gestellt, was eigentlich los wäre, wenn der Trainer nicht Roberto Di Matteo hieße, sondern immer noch Jens Keller. Genau, jener Jens Keller, der vor einem Jahr die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte zu verantworten hatte, den Klub erneut in die Champions League führte und dessen Job trotzdem dauerhaft in Frage gestellt worden ist.

Um die Champions League geht es bei Schalke längst nicht mehr. Europa League heißt das letzte Ziel dieser Spielzeit – und das zu erreichen wird schwer genug. In Wolfsburg, beim achtbaren Unentschieden gegen den Tabellenzweiten, fehlte den Schalkern wegen Verletzungen eine komplette Mannschaft. Es ist zwar für die Endabrechnung unerheblich: Aber wenn man in Wolfsburg Jefferson Farfan auf dem rechten Flügel gesehen hat und Ralf Fährmann im Tor, dann muss man unweigerlich zu dem Ergebnis kommen: Wären beide ein wenig weniger lang ausgefallen, sähe die Tabellensituation der Schalker wohl ein wenig weniger schlecht aus.

14:40 Uhr: Update aus Hannover. Es wird ernst. Offensichtlich ist der Porsche von Peter Neururer schon in der Stadt gesichtet worden.

14:15 Uhr: Noch einmal zurück zum ursprünglichen Thema dieses Blogs, der Frage nämlich, ob Borussia Dortmund es schafft, sich doch noch für den Europapokal zu qualifizieren. Womit wir - mit einem kleinen Umweg - direkt beim FC Schalke 04 gelandet wären. Der Kollege Markus Hesselmann hat sich vor einer Woche, bei der Niederlage des BVB in Mönchengladbach, über die rituelle Häme der Schalker Fans über Dortmunder Misserfolge echauffiert. "Und wir Schalker feiern Tore der Mannschaft, auf deren Tabellenplatz wir eigentlich stehen wollten", hat er getwittert. In Wirklichkeit hat Hesselmann den Schalkern Unrecht getan – weil er ihr strategisches Denken schlichtweg unterschätzt hat. Für den Klub geht es nämlich schon lange nicht mehr darum, Borussia Mönchengladbach noch einzuholen und sich für die Champions League zu qualifizieren; es geht darum, nicht auch noch die Dortmunder an sich vorbeiziehen zu lassen und am Ende sogar die Europa League zu verpassen.

Von acht auf nurmehr sechs Punkte ist der Vorsprung der Schalker auf ihren Lieblingshassklub nach dem Wochenende geschrumpft. Und der Trend spricht aktuell eher für den BVB. In der Rückrunde haben die Dortmunder bereits sechs Punkte auf Schalke gut gemacht - was nur bedingt an ihrer originären Stärke liegt. Es ist wohl eher auf die Schwäche des S04 zurückzuführen. Ein Beleg dafür: In zwölf Spielen haben die Schalker ganze zehn Tore erzielt. Auf weniger kommen seit der Winterpause nur Paderborn (vier) und der HSV (sieben). Klaas-Jan Huntelaar, normalerweise jemand, der sich von Toren ernährt, wartet seit nunmehr 1098 Spielminuten auf einen Treffer. Als Augenzeuge des Spiels in Wolfsburg (1:1) fand ich den Holländer auffallend undynamisch, um es mal vorsichtig auszudrücken. Keine Ahnung, ob er nur einen schlechten Tag erwischt hat oder - bei 1098 Minuten ohne Tor - gerade eine schlechte Phase durchmacht. Für ein abschließendes Urteil sehe ich ihn zu selten spielen. Aber Tatsache ist, dass Huntelaar im August 32 wird. Ist seine beste Zeit vielleicht schon vorüber? Nein, ganz sicher nicht. Hätte Schalke seinen Vertrag sonst gerade erst bis 2017 verlängert? Zu einem geschätzten Jahresgehalt von knapp sieben Millionen Euro? Nein, so was machen die Schalker ganz sicher nicht!

13:40 Uhr: Jede Woche nehme ich mir vor: Diesmal aber nichts zum Hamburger SV. Wirklich nicht! Aber was soll man machen, wenn man bei der "Zeit" auf folgenden Dialog zwischen Uli Potofski (Sky) und Heiko Westermann (HSV) stößt? (Ich hoffe, ich bin jetzt nicht auf irgendein Fake-Interview reingefallen. Wenn doch: Kompliment an den Kollegen, wie er die Diktion von Heiko W. hinbekommen hat.)

Uli Potofski: Heiko, die Ordnung stimmt, am Ende steht Ihr trotzdem mit leeren Händen da. Wie immer, Erklärungsversuche.

Heiko Westermann: Wir haben ein ordentliches Spiel gezeigt.

Potofski: Das streitet auch niemand ab.

Westermann: Da müssen Sie mal den Herrn Stark fragen…

Potofski: … wollen wir uns die Szene noch mal anschauen? (Behrami zieht Junuzovic am Trikot, Stark pfeift Elfmeter.)

Westermann: Es geht nicht nur um die Szene. Es geht um die ganzen 90 Minuten, meiner Meinung nach.

Potofski: Was hat Herr Stark Ihrer Meinung nach alles falsch gemacht?

Westermann: Ich glaube, es war ein Heimschiedsrichter.

Potofski: Hier ist Szene noch mal, da geht die Hand dann zum Trikot.
Westermann: Ach, ich bitte Sie. Ist das glatt Rot für Sie?

Potofski: Da schauen Sie noch mal hin.

Westermann: Was? Ja, ist das glatt Rot, ist das glatt Rot für Sie?

(kleine Diskussion)

Potofski: Und wie geht's jetzt weiter?

Westermann: Wie geht's weiter, ich kann die Frage nicht mehr hören! Nächste Woche geht's weiter und da werden wir gegen Augsburg gewinnen zu Hause.

Potofski: In diesem Sinne, viel Glück dabei!

Ich will jetzt niemanden bevormunden, jeder soll sich sein eigenes Urteil bilden. Aber meine Lieblingspassage ist ganz eindeutig: "Wie geht's weiter, ich kann die Frage nicht mehr hören! Nächste Woche geht's weiter und da werden wir gegen Augsburg gewinnen zu Hause."

13:30 Uhr: In der Rückschau sieht es ja fast so aus, als wäre alles von langer Hand geplant. Genau in dem Moment, in dem Thomas Tuchel dabei ist, den größten Fehler seines Lebens zu machen, nämlich einen Vertrag beim Hamburger SV zu unterschreiben, genau in diesem Moment erklärt Jürgen Klopp noch schnell seinen Abschied vom BVB und erweist seinem alten Mainzer Kumpel einen großen Dienst.

Das Problem an dieser Deutung ist: Dicke Kumpels sind Klopp und Tuchel ganz sicher nicht, auch nie gewesen. Man darf in diesem Geschäft die Rolle persönlicher Eitelkeiten nicht überschätzen. Ich habe mal gehört, dass Klopp es nicht besonders toll fand, wie sehr Tuchel zu Beginn seiner Amtszeit in Mainz (sieben Siege zum Saisonstart) von den Medien gefeiert wurde - als wäre seine eigene Zeit bei den 05ern dadurch nachträglich ein wenig entwertet worden.

Es ist auch ein Irrtum, dass Klopp und Tuchel ähnlich ticken. "Ist nicht Thomas Tuchel im Grunde Jürgen Klopp, nur ohne Mütze? (...) Sind die beiden Seitenlinien-Zampanos nicht so etwas wie die eineiigen Zwillinge der Trainerbranche?", fragt "Die Welt" - um diese Frage mit einem klaren Nein zu beantworten. Ähnlich sieht es die "FAZ": "Thomas Tuchel kommt - aber er ist nicht der neue Klopp", heißt es da. "So ähnlich sich die beiden in der Idee von Fuußball auch sind - so unterschiedlich ist ihre Herangehensweise." Thomas Tuchel wird sich ganz sicher keine Kappe mit der Aufschrift "Pöhler" auf den Kopf setzen.

Während Klopp ein Menschenfischer ist, gibt sich sein künftiger Nachfolger lieber unnahbar. In der "Bild"-Zeitung hat der Mainz-05-Reporter von seinen, nun ja, speziellen Erfahrungen mit Tuchel berichtet: "Es war kein einfaches Arbeiten mit Tuchel. Er nahm alles immer sehr persönlich. Auf mich machte er einen egoistischen Eindruck. Ein Beispiel: Saß ich mit dem Manager Heidel und Mainz-Boss Strutz gemeinsam an einem Tisch, dann konnte es durchaus passieren, dass Tuchel nur ihnen die Hand gab. Ich als Journalist war keines Handschlags würdig..."

12:45 Uhr: Ist Tuchel der Richtige? Die Börse hat sich klar positioniert (von dpa): Die Anleger von Borussia Dortmund haben am Montag die Verpflichtung von Thomas Tuchel als neuen Trainer des Fußball-Bundesligisten gefeiert. Nachdem die Aktie am vergangenen Mittwoch nach der Abschiedsankündigung von Erfolgstrainer Jürgen Klopp auf ein Eineinhalb-Jahrestief gefallen war, ging es nun wieder bergauf. Das Papier gewann an der sogenannten SDax-Spitze 3,04 Prozent auf 3,59 Euro.

Freundliche Übernahme. Thomas Tuchel (links) wird in Dortmund Nachfolger von Jürgen Klopp.
Freundliche Übernahme. Thomas Tuchel (links) wird in Dortmund Nachfolger von Jürgen Klopp.Foto: Reuters

12:15 Uhr: Was ist eigentlich dran an diesem Tuchel, der in den vergangenen Wochen mit jedem halbwegs ambitionierten Bundesligisten in Verbindung gebracht worden ist? Tuchel ist als Trainer Deutscher Meister geworden - allerdings nur mit der A-Jugend des FSV Mainz 05. Er hat den Klub zwei Mal in die Europa League geführt - doppelt so oft wie Jürgen Klopp. Allerdings hat Tuchel den Verein auch auf ungleich höherem Niveau übernommen. Als Klopp in Mainz vom Spieler zum Trainer umfunktioniert wurde, stand der FSV auf einem Abstiegsplatz - in der Zweiten Liga. Tuchel hat seine Arbeit nach dem Aufstieg in die Bundesliga aufgenommen.

Was also ist dran an diesem Tuchel? "Er ist ein Modelltrainer des modernen Fußballs", schreibt Tagesspiegel-Sportchef Friedhard Teuffel in seinem heutigen Kommentar. Michael Horeni hat in der "FAZ" auf eine interessante Entwicklung hingewiesen: "Er (also Tuchel) hat sich als Arbeitsloser größere Popularität erworben als auf der Trainerbank."

In diesem Zusammenhang ist mir wieder eingefallen, wie es vor sieben Jahren bei Jürgen Klopp war. Lustigerweise wurde ja damals ernsthaft die Frage gestellt, ob Klopp überhaupt große Klubs könne, weil er bis dahin nur in Mainz als Trainer gearbeitet hatte. Der Hamburger SV, der damals noch ein großer Klub war, hat diese Frage mit einem entschiedenen Nein beantwortet, so dass Klopp schließlich beim damals nicht ganz so großen BVB gelandet hat

Tuchel hat bisher - zumindest als Profitrainer - auch nur in Mainz gearbeitet. Trotzdem hat bei ihm niemand die Frage gestellt, ob ein Klub wie Borussia Dortmund nicht eine Nummer zu groß für ihn sein könnte. Irgendwie hat er auch das Jürgen Klopp zu verdanken.

11:45 Uhr: Am Samstag empfängt Hannover 96 die TSG Hoffenheim. Dann soll bereits der neue Trainer auf der Bank sitzen. Borussia Dortmund ist das schon einen Schritt weiter, obwohl der Klub nicht ganz so viel Druck hat wie die Hannoveraner. Bis zum Saisonende ist der Posten mit Jürgen Klopp erstklassig besetzt, und vermutlich gilt das auch für die Zeit danach. Der BVB hat am Sonntag per dürrer Pressemitteilung die Nachfolgeregelung für den scheidenden Jürgen Klopp bekannt gegeben. Neuer Trainer in Dortmund wird - täterätä - Thomas Tuchel! Nee, echt jetzt?

Man muss bei der Besetzung des Trainerpostens eben nicht zwingend eine besonders originelle Lösung wählen (womit wir wieder bei Hannover 96, Martin Kind und Tayfun Korkut wären), manchmal hat auch die naheliegende Variante ihren Reiz. Bei der Personalie Tuchel liegt das natürlich auch an der Vorgeschichte. Tuchel hat Klopp schon beim FSV Mainz 05 beerbt, wenn auch nicht auf direktem Wege. Zwischen beiden lag noch das heute weitgehend vergessene Intermezzo mit Jörn Andersen (der die Mainzer nach dem Abstieg mit Klopp - ja, ja - immerhin in die Bundesliga zurückgeführt hatte).

Auf den ersten Blick ist Borussia Dortmund nicht gerade das, was sich Thomas Tuchel vorgestellt hat. Denn wenn all das stimmt, was in den vergangenen Wochen über ihn geraunt wurde, hätte er es ja am liebsten genauso gemacht wie einst Jürgen Klopp nach seinem Abschied aus Mainz: einen gefallenen Traditionsverein übernehmen und ihn wieder in höchste Höhen zurückführen. Ganz so schlimm ist es in Dortmund natürlich noch nicht, allerdings hat Klopp den BVB in dieser Saison ausreichend ruiniert, damit noch genug Arbeit für Tuchel bleibt und am Ende ausreichend Ruhm für ihn abfallen sollte.

Mein Gott, man darf sich doch mal irren.
Mein Gott, man darf sich doch mal irren.Foto: Imago

11:00 Uhr: Am späten Sonntagabend bin ich auf der Suche nach Fußball beim NDR-Sportclub hängen geblieben. Als inoffizieller Vertreter von Hannover 96 saß dort Dieter Schatzschneider im Studio. Offiziell ist er in der Scoutingabteilung des Klubs angestellt. Was er wirklich macht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Schatzschneider, der Rekordtorschütze des Klubs, chauffiert Hannovers Präsident Martin Kind durch die Gegend. Er wird als Hofnarr des Präsidenten bezeichnet und gilt als wichtiger Einflüsterer von Martin Kind. Im NDR-Sportclub präsentierte er sich als devoter Diener seines Herrn. Auf die konkrete Frage, wie er, Dieter Schatzschneider, denn in der Trainerfrage entscheiden würde, antwortete Dieter Schatzschneider sinngemäß: Ich vertraue dem Präsidenten. Er wird jetzt noch einmal eine Nacht darüber schlafen und dann die richtige Entscheidung treffen.
Jetzt hat es also Trainer Tayfun Korkut erwischt, am Saisonende wird dann Sportdirektor Dirk Dufner entlassen - nur Martin Kind muss sich keine Sorgen machen, von Martin Kind entlassen zu werden.

Dass Hannover 96 heute ein mehr oder weniger geachtetes Mitglied der Bundesliga ist, wäre ohne Kind und sein finanzielles Engagement nicht denkbar. Als er 1997 einstieg, war 96 drittklassig, oder wie Kind selbst das einmal in seiner diplomatischen Art ausgedrückt hat: "ein Scheißverein". Inzwischen befindet sich 96 - in Kinds Diktion - an der Schwelle von einer regionalen zu einer nationalen Marke. Bei solchen Ausdrücken gehen die echten Fans des Vereins vor Wut an die Decke. Sie wollen nämlich keine Marke unterstützen, sondern einen Fußballverein. Inzwischen tun sie das immer weniger, was zumindest konsequent ist.

Nirgendwo in der Bundesliga ist die Stimmung mieser als in Hannover. Die Ultras bleiben weg, alle Versuche, die anderen Fans mittels Offener Briefe oder anderer Aufrufre zu mehr Unterstützung anzutreiben, wirken irgendwie peinlich bis hilflos. Auf die Folgen im Abstiegskampf habe ich an dieser Stelle schon vor fünf Wochen hingewiesen.

Kind, der als Unternehmer große Erfolge feiert, will den Fußballverein wie ein Wirtschaftsunternehmen führen. Was in seinem Fall heißt: Er allein will entscheiden, was läuft. Inzwischen muss man allerdings die Frage stellen, ob das Hannover 96 wirklich gut tut. Mit seinen Einmischungen ins fußballerische Tagesgeschäft schadet er dem Verein. Anfang der Hinrunde hat er per Präsidialerlass verkündet, dass die Mannschaft aus den Spielen gegen Bayern, Gladbach und Dortmund drei Punkte holen müsse, sonst könnte es für den Trainer eng werden. Die Mannschaft holte erwartungsgemäß keinen einzigen Punkt, Korkut durfte bleiben, war aber anschließend noch ein bisschen mehr beschädigt als vorher schon.

Vor dem Spiel in Leverkusen am Wochenende berichtete die Deutsche Presseagentur, dass Kind personelle Veränderungen in der Mannschaft erwarte: "Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist Hannover 96 will auf die Sieglos-Serie von zwölf Partien mit personellen Änderungen im Samstag-Spiel bei Bayer Leverkusen reagieren. Das erwartet Clubchef Martin Kind als Konsequenz nach mehreren Analysen mit Trainer Tayfun Korkut. 'Aufgrund der gemeinsamen Gespräche gehe ich stark davon aus', sagte Kind."

Wie soll eigentlich ein Trainer seine Autorität vor der Mannschaft wahren, wenn seine Entscheidungen vom Präsidenten schon vorab in die Öffentlichkeit geblasen werden?

Da lächelt er noch. Tayfun Korkut in Leverkusen, vor seinem wohl letzten Spiel als Trainer von Hannover 96.
Da lächelt er noch. Tayfun Korkut in Leverkusen, vor seinem wohl letzten Spiel als Trainer von Hannover 96.Foto: dpa

10:20 Uhr: Jetzt auch mit offizieller Bestätigung: Hannover 96 hat Tayfun Korkut beurlaubt. Das meldet der Verein via Twitter.

10:05 Uhr: Man muss auch mal andere zu Wort kommen lassen, selbst in diesem Blog. Den User Tutengesang zum Beispiel, der unter dem Text zum bevorstehenden Trainerwechsel in Hannover einen Kommentar hinterlassen hat und der entgegen seiner eigentlichen Meinung, die Entlassung Korkuts vorbehaltlos begrüßt: "Es gibt einen einfachen Grund: Peter Neururer, auch als "Peter der Große" in der Szene bekannt, wird als Nachfolger gehandelt. Und nur das, nur die bahnbrechende, innovative Entscheidung für diesen Retter lässt mich meinen Sinneswandel verstehen. Ach, wär das schön! Neururer ist back. Die Muppets Show im niedersächsischen Horrorstadl beginnt. Was würde ich mich freuen, über den Sachverstand des Herrn Kind. Und nun ist Schluss mit dem Träumen. Ich trau dem ganzen Braten noch nicht ganz. (...) Aber man wird doch wohl mal träumen dürfen, oder?"

9:55 Uhr: Bei uns in der Redaktion gibt es ja unterschiedliche Meinungen, welcher HSV eigentlich der große und welcher der kleine ist: der Hamburger Sportverein (von 1887) oder der Hannoversche Sportverein von 1896. Ist vernünftigen Menschen vermutlich ziemlich egal, weil die Unterschiede inzwischen nur noch mit der Lupe zu erkennen sind. Besonders geschickt stellen sich beide Klubs nicht an, was vielleicht auch daran liegt, dass der eine Klub gerne mal die Fehler des anderen wiederholt. Entlässt der HSV seinen Trainer, lässt die Trainerentlassung beim HSV nicht lange warten. Und wenn die Gerüchte stimmen, die gerade kolportiert werden, könnte der HSV aus Hannover das aktuelle Erfolgsmodell des HSV aus Hamburg kopieren und als Nachfolger von Tayfun Korkut einen Trainer verpflichten, der schon einmal für den Verein gearbeitet hat.

Man muss auch schon eine irgendwie geartete emotionale Beziehung zu Peter Neururer haben, um auf die Idee zu kommen, ihn noch einmal als Trainer zu engagieren. Richtig, DER Peter Neururer, der schon von November 2005 bis August 2006 bei den Niedersachsen im Amt war, soll bei Hannover 96 im Gespräch sein. Allerdings hat Neururer den Kollegen von der Deutschen Presseagentur gesagt: "Warten wir mal ab. Ich habe noch einen Vertrag beim VfL Bochum. Mit Hannover ist noch gar nichts klar."

Unstimmigkeiten gibt es nach unseren Exklusivinformationen auch noch bei der Laufzeit seines Vertrages. Neururer soll einen Vertrag bis Juni 2016 gefordert haben, Martin Kind beharrt allerdings noch darauf, dass Neururer bis 2018 unterschreibt.

9:35 Uhr: Trainerbeben #457: Im Laufe des heutigen Tages erwischt es dann also Tayfun Korkut von Hannover 96. Das berichten verschiedene Medien, die nah genug am Verein und vor allem an seinem Präsidenten dran sind. Überraschend ist das nicht. Vor allem in der vergangenen Woche hat es deutliche Hinweise auf eine entsprechende Entscheidung gegeben, unmissverständliche Äußerungen der Klubverantwortlichen in diese Richtung: Vor dem Spiel gegen Hertha BSC am Freitag vor einer Woche hat Martin Kind gesagt: "Wir ziehen das mit Herrn Korkut bis zum Saisonende durch. Es wird bei uns in dieser Saison keinen Trainer-Wechsel geben." Nach dem 1:1 gegen Hertha hat der 96-Präsident diese Aussage noch einmal bekräftigt: "Ja, das Wort steht." Und selbst nach dem desaströsen 0:4 in Leverkusen am Samstag hat es klare Indizien für einen sofortigen Trainerwechsel gegeben. Sportdirektor Dirk Dufner, der bei Hannover 96 allerdings nichts zu sagen hat, verkündete: "Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Trainer weitermachen." Sage also niemand, er habe es nicht längst gewusst.

Noch drei Heimspiele: Jürgen Klopp hat mit seinem angekündigten Abschied beim BVB neue Kräfte freigesetzt.
Noch drei Heimspiele: Jürgen Klopp hat mit seinem angekündigten Abschied beim BVB neue Kräfte freigesetzt.

9:15 Uhr: Das Schöne am Fußball ist ja, dass man jede Meinung schlüssig mit Beispielen aus der Vergangenheit erklären kann, dass Weiß immer genauso richtig ist wie Schwarz. Wenn ein Trainer vorzeitig seinen Abschied ankündigt, ist das immer gefährlich, weil er quasi offiziell zur Lame Duck erklärt wird und die Mannschaft keinen Grund mehr hat, auf den Alten zu hören.

Ich habe dieser Meinung nie ganz folgen können. Oder wollen. Vielleicht hat das auch etwas mit, nun ja, frühkindlicher Prägung zu tun. Ich habe nämlich vor 28 Jahren hautnah miterlebt, dass es auch anders laufen kann. Als Hertha BSC im Januar 2001 verkündete, dass Jürgen Röber, der den Klub in die Bundesliga und anschließend sogar in die Champions League geführt hatte, am Ende der Saison durch Huub Stevens ersetzt werden würde, habe ich im Tagesspiegel sogar noch einmal an diesen bemerkenswerten Fall erinnert. Da das schon so lange her ist, dass der Text online nicht zu finden ist, hier die entsprechende Passage:

"Im März 1987 gab Jupp Heynckes bekannt, dass er nach acht Jahren als Trainer in Mönchengladbach zu Bayern München wechseln werde. Am 24. Spieltag verlor Heynckes mit seinem alten gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber 0:1, die Borussen fielen in der Tabelle auf Platz elf zurück. Nach dieser Niederlage aber gewannen sie alle ausstehenden zehn Saisonspiele und beendeten die Saison als Dritter. Heynckes' Entscheidung kam für die Spieler damals völlig überraschend. Samstags hatten sie 2:1 gegen Blau-Weiß 90 gewonnen, am nächsten Morgen bestellte Heynckes die Mannschaft statt auf den Trainingsplatz in sein Haus, um seinen Entschluss zu verkünden. Christian Hochstätter, damals Spieler, heute Sportdirektor bei den Gladbachern, erinnert sich, dass ’wir uns geärgert haben, dass unser Trainer nach München geht’. Den Abschied wollten sie ihm so schwer wie möglich machen.

Gleich in der Woche nach Heynckes' Ankündigung gewann Gladbach 7:1 bei Werder Bremen, und dass am Ende der Saison noch eine Siegesserie folgte, ’war fast ein Wunschkonzert’. Vielleicht, so sagt Hochstätter, habe der bevorstehende Trainerwechsel auf manchen Spieler wie eine Befreiung bewirkt, möglicherweise habe auch Dankbarkeit eine Rolle gespielt. Das Wichtigste aber war: ’Wir wollten uns als Mannschaft nichts nachsagen lassen. Das ist eine Charakterfrage.’ Hochstätter sagt: ’In einer solchen Situation erkennt auch die Vereinsführung, auf wen sie sich verlassen kann.’"

Wenn man das so liest, kann man sich gut vorstellen, dass man so ähnlich in ein paar Jahren auch über Borussia Dortmund sprechen wird. Dass man den Namen Heynckes einfach durch Klopp ersetzt und Hochstätter durch Hummels.

Im Fall Jürgen Röber hat es damals übrigens nicht funktioniert. Statt sechzehn Spielen bis zum Saisonende durfte er nur noch drei auf der Bank verbringen. Nach einer 0:1-Niederlage in Cottbus und dem Absturz auf Platz sieben wurde er vorzeitig entlassen. Platz sieben! Das muss man sich mal vorstellen.

8:45 Uhr: Es sieht natürlich ziemlich blöd aus, wenn man sich hier in diesem Blog ganz schön weit aus dem Fenster lehnt – und nur eine Woche später alles widerrufen muss. Um mal konkret zu werden: Vor einer Woche habe ich an dieser Stelle offiziell und kraft meiner unermesslichen Kompetenz das Ende aller Europokalhoffnungen von Borussia Dortmund verkündet, und, tja, was soll ich sagen? Heute bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Im Gegenteil. Man muss zu meiner Ehrenrettung allerdings auch erwähnen, dass sich im Laufe der vergangenen Woche die Geschäftsgrundlage ein wenig verändert hat. Vor einer Woche hatte Borussia Dortmund eine abgeschlaffte und ausgebrannte Mannschaft mit einem abgeschlafften und ausgebrannten Trainer, die eine unwirtliche Saison noch halbwegs unfallfrei zu Ende bringen wollten. Seit dem vergangenen Mittwoch ist alles anders. Nicht körperlich, aber im Kopf. Die Ankündigung von Jürgen Klopp, den BVB nach sieben weitgehend erfolgreichen Jahren am Saisonende zu verlassen, hat alles von Grund auf verändert.

 Denn so, wie es sich zuletzt angedeutet hat, darf es eben nicht enden. Die Mannschaft spielt jetzt auch für den Trainer, dem Borussia Dortmund fast so etwas wie eine Neugründung zu verdanken hat. Klopp hat den modernen BVB gewissermaßen erfunden – ihn als Synonym für leidenschaftlichen Fußball neu positioniert. In dieser Saison hat der Klub festgestellt, dass Leidenschaft nicht alles ist. Aber ohne Leidenschaft ist alles nichts, und vielleicht führt Klopps Abschiedsankündigung dazu, dass die alte Leidenschaft noch einmal entfacht wird, kurz aber heftig. Dass die Spieler, die ihrem Trainer ein paar Titel und ein paar Millionen Euro zu verdanken haben, sich nun erkenntlich zeigen wollen, ist keine Garantie dafür, dass der BVB plötzlich wieder verlässlich gewinnt. Aber es ist für die Mannschaft wenigstens ein guter Grund, sich noch einmal richtig zu quälen.

Der BVB, der irgendwie ziellos durch diese Saison geschliddert ist, hat plötzlich wieder ein Ziel. Er will, dass die Ära Klopp nicht einfach ausfranst: Sie soll mit einem würdigen Finale zu Ende gehen. Klopp hat dazu bei seiner Abschiedsvorstellung die schöne Wendung benutzt, dass er noch einmal mit gutem Grund im Lastwagen um den Borsigplatz fahren wolle. Einen Titel zu holen ist insofern ambitioniert, als Klopp dazu mit seiner Mannschaft erst bei den Bayern das Halbfinale im DFB-Pokal gewinnen und anschließend im Endspiel vermutlich den VfL Wolfsburg bezwingen müsste. Aber nach der bleiernen Saison, in der die Dortmunder zeitweise sogar auf dem letzten Tabellenplatz geführt wurden, wäre auch die Qualifikation für den Europapokal schon ein versöhnlicher Abschluss für den Trainer.

 Die Teilnahme an der Europa League ist für den BVB nicht nur als Abfallprodukt des DFB-Pokalsiegs zu erreichen, sie ist auch auf dem herkömmlichen Wege über die Bundesliga wieder möglich. Der FC Augsburg auf Platz sechs hat zwar schon sechs Punkte Vorsprung, aber sehr wahrscheinlich berechtigt auch Platz sieben zur Teilnahem an der Europa League. Platz sieben reicht nur dann nicht, wenn Arminia Bielefeld Pokalsieger wird (sehr unwahrscheinlich) oder – Borussia Dortmund. Was wiederum für die Dortmunder dann auch nicht schlimm wäre.

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