Vor dem Spiel bei Hertha : Huch, das kennen wir ja gar nicht mehr

Die Bayern freuen sich über ein enges Spiel in Mainz. Vor allem Matthias Sammer ist froh, dass seine Team endlich einmal wieder in der Bundesliga gefordert wurde. "Die Meisterschaft kommt sowieso", sagt er. Schon am Dienstag in Berlin?

Matthias Sammer.
Matthias Sammer.Foto: dpa

Matthias Sammer war glücklich. Der Münchner Sportdirektor strahlte, als habe der FC Bayern die früheste deutsche Meisterschaft in der Geschichte der Fußball-Bundesliga bereits unter Dach und Fach gebracht. Dabei hatte das 2:0 beim FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag noch nicht dazu gereicht, den ersten Titel der Saison zu sichern. Trainer Pep Guardiola kam um seine erste Bierdusche in Deutschland noch einmal herum, weil die weit zurückliegende Konkurrenz aus Dortmund und Schalke immerhin an diesem Spieltag ihre Partien ebenfalls gewann.

Und trotzdem sah man bei den Bayern nur zufriedene Gesichter. „Die Meisterschaft kommt sowieso“, sagte Sammer gelassen nach dem 51. Bundesliga-Spiel ohne Niederlage in Folge. Wahrscheinlich werden die Bayern die letzten rechnerischen Zweifel schon am Dienstag in Berlin bei Hertha BSC beseitigen.

Es stimmte den stets kritischen Sportdirektor froh, dass seine Mannschaft in Mainz seit langer Zeit endlich einmal wieder in der Bundesliga gefordert wurde. „Genau so ein Spiel haben wir gebraucht“, sagte Sammer, „das war ein sehr guter Test gegen eine sehr gute Mannschaft – auch mit Blick auf Manchester United.“ In Ermangelung an Gegnern in der Heimat sind es längst die Auseinandersetzungen mit der europäischen Spitze in der Champions League, auf die sie in München ihren Fokus gelegt haben. „Für uns geht es nur um die beiden Duelle gegen Manchester und dafür müssen wir solche Spiele nutzen“, sagte Arjen Robben. Der Niederländer und seine Teamkollegen hatten gegen die laufstarken und pausenlos attackierenden Mainzer rund eine Stunde lang hart zu arbeiten. „Ich hatte das Gefühl, dass wir manchmal dachten: ,Huch, das kennen wir ja gar nicht mehr“, sagte Sammer. „In den Spielen, die jetzt kommen, musst du auf das, was wir können, noch ein, zwei Prozent drauflegen. Es geht mir nur um den Rhythmus für die K.-o.-Spiele, um nichts anderes.“ Doch bevor sie Anfang April gegen das durch den Ausfall von Robin van Persie weiter gebeutelte Manchester United beweisen müssen, dass sie ihr Niveau für das internationale Kräftemessen nicht verloren haben, wollen die Bayern die Meisterschaft perfekt machen. Am Dienstag in Berlin. (dpa)

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