• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Wiederkehr aus dem Schattenreich : Juventus Turin ist zurück in Europas Spitze

05.03.2013 19:12 Uhrvon

Neuer Trainer, andere Spielphilosophie und ein Altstar mit allen Freiheiten. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin ist wieder eine Adresse im europäischen Fußball.

Der neue Trainer warf satte Stars wie del Piero aus dem Kader

Vorbei jedenfalls ist das hämische Mitleid, das den Klub nach dem Zwangsabstieg wegen des Manipulationsskandals 2006 und während der Stagnation nach dem Wiederaufstieg in Italien begleitete. In Mailand spielte da die Musik – mit dem Startrainer José Mourinho bei Inter, mit Ronaldinho, Pirlo und Zlatan Ibrahimovic beim AC Milan. Juventus hingegen verschliss Trainer und Spieler, eines der Opfer war der jetzige Wolfsburger Diego.

Besserung trat erst vor anderthalb Jahren mit der Verpflichtung Contes ein. Der frühere Juve-Kapitän warf die wenigen nach Zwangsabstieg verbliebenen und im Zuge des unmittelbaren Wiederaufstiegs satt gewordenen Altstars radikal aus dem Kader. Sein Image als knallharter Regent, unterstützt vom nicht weniger harten Klubpräsidenten Andrea Agnelli, wurde in jener Zeit geboren. Agnelli hatte den beliebtesten der alten Juve-Stars, Klub-Urgestein Alessandro Del Piero, mit wenig feinen Methoden zum Abschied genötigt und Conte so absolute Deutungsmacht in der Umkleidekabine verliehen.

Das machte sich bezahlt. Conte etablierte in der vergangenen Saison ein lauf- und passintensives Überwältigungsszenario. Es basiert auf totaler physischer und taktischer Hingabe von neun Feldspielern und absoluter Freiheit für den zuweilen genialen, in seiner Genialität aber immer mannschaftsdienlichen Pirlo.

Nur eines fehlt: ein Torjäger. Niemand hat in dieser Saison zweistellig getroffen. Aus dieser Not wurde aber auch eine Stärke. 13 Spieler steuerten die 54 Tore in der Serie A bei, sieben die 15 in der Champions League (darunter ein Eigentor). Juventus ist schwer ausrechenbar, weil neben Mittelfeld und Angriff auch Innenverteidiger wie Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci sowie Außenspieler wie Stephan Lichtsteiner und Martin Caceres treffen können. „Favoriten für die Champions League sind nicht wir, sondern Bayern, Real und Manchester“, stapelt Conte zwar tief. Aber bislang hat der Trainer – trotz monatelangem Bankverbots wegen einer Disqualifikation – die für den aktuellen Kader neue Doppelbelastung aus Champions League und Meisterschaft so gut dosiert, dass Juventus auf beiden Bühnen eine gute Figur abgibt.

Hinzu kommt das neue, klubeigene Juventus-Stadion, das Ende 2011 eröffnet wurde. Es generierte bisher etwa fünf Millionen Euro Mehreinnahmen und ist international eine noch uneroberte Festung. Nicht nur deswegen gilt: Juventus ist der Geheimfavorit dieser Champions League.

Folgen Sie unserer Sportredaktion auf Twitter:

Kit Holden:
Jörg Leopold:


Claus Vetter:


Termine, Ticker, Tabellen

WM 2014 Spielplan als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken

  • Alle Gruppen, Spiele und Anstoßzeiten im Überblick - mit dem kostenlosen
    WM 2014 Spielplan

Tagesspiegel twittert

Umfrage

Bayern München gegen Real Madrid im Halbfinale der Champions League. Wer kommt weiter?

Empfehlungen bei Facebook

Service

Weitere Themen

Tagesspiegel-Partner

  • Premium Karrieredienst

    10.000 Headhunter suchen Sie für Jobs ab 60.000 €. Jetzt bei EXPERTEER anmelden & neuen Job finden!
  • Wohnen in Berlin

    Gewerbe- oder Wohnimmobilien: Große Auswahl an Immobilien beim großen Immobilienportal.

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz