• „Wir wollen die Konkurrenz nicht stärken“ Bayer-Chef Holzhäuser über den Vidal-Transfer

Sport : „Wir wollen die Konkurrenz nicht stärken“ Bayer-Chef Holzhäuser über den Vidal-Transfer

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Herr Holzhäuser, Arturo Vidal wechselt für geschätzte zwölf Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu Juventus Turin. Von Bayern München hätten Sie vielleicht mehr bekommen. Sind Sie zufrieden?

Er wechselt genau für den Betrag, den wir von Anfang an als Schmerzgrenze angegeben haben. Dabei ist der Anteil schon abgezogen, den sein Berater und sein früherer Verein Colo Colo erhalten. Insofern sind wir zufrieden damit.

Hätten Sie vielleicht doch nicht ausschließen sollen, ihn zu Bayern München gehen zu lassen?

Ich habe nie ausgeschlossen, dass er zu Bayern München geht, sondern generell zu einem Bundesligaverein. Mit denen stehen wir im Wettbewerb, daher wollen wir sie nicht stärken, auch die Bayern nicht.

Ist das generell Ihre neue Strategie?

Das hängt immer von der Qualität des einzelnen Spielers ab. Aber nein, es ist nicht so, dass wir grundsätzlich keine Spieler mehr an Konkurrenten abgeben.

Ihr Verhältnis zu Ihrem ehemaligen Trainer Jupp Heynckes soll gelitten haben.

Ich habe nur gesagt, dass es Leute gibt, die sich über sein Verhalten gewundert haben. Es ist nicht meine Aufgabe, zu bewerten oder zu kommentieren, was Jupp gemacht hat.

Bayerns Präsident Uli Hoeneß hat Vidal Wortbruch vorgeworfen. Zu Recht?

Wie gesagt, ich werde keine Aussagen von Kollegen bewerten. Wir haben mit Arturo nur gute Erfahrungen gemacht. Er hat auch nie Theater gemacht, um einen Wechsel zu provozieren. Wir haben ihm von Anfang an gesagt, entweder du bleibst noch ein Jahr, oder du gehst, aber nur ins Ausland, zu einer von uns festgelegten Summe. Das hat er immer akzeptiert.

Die Fragen stellte Dominik Bardow.

Wolfgang Holzhäuser, 61, ist seit 1998

Geschäftsführer bei

Bayer Leverkusen, 2007 war er Präsident des Ligaverbandes.

Zuvor arbeitete er 23 Jahre für den Deutschen Fußball-Bund.

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