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WM-Gastgeber 2014 : Scolari wird brasilianischer Nationaltrainer

29.11.2012 20:13 Uhrvon
Wer soll Brasilien zum WM-Titel 2014 führen? Ich, Luiz Felipe Scolari, daheim nur Felipao genannt – der große Felipe.Bild vergrößern
Wer soll Brasilien zum WM-Titel 2014 führen? Ich, Luiz Felipe Scolari, daheim nur Felipao genannt – der große Felipe. - Foto: Reuters

Dem Altmeister Luiz Felipe Scolari wird die höchste Ehre als Trainer zuteil – er darf Brasiliens Fußballteam zur Weltmeisterschaft im eigenen Land führen.

„Wir sehen uns dann mal am Strand“, hat Luiz Felipe Scolari gesagt, als er nach langen Wanderjahren genug hatte von Europa und Russland. Obwohl ja seine letzte auswärtige Station Taschkent eigentlich in Asien und Usbekistan lag, aber das macht in Brasilien keinen großen Unterschied. Für das interessierte Publikum hier findet Fußball in Rio de Janeiro, Sao Paolo oder Belo Horizonte statt, das immerhin hat auch die Welt kapiert und die WM 2014 nach Brasil vergeben.

Wo war doch gleich Europa?

Als der Fußballtrainer Luiz Felipe Scolari im Sommer 2010 nach acht Jahren fern von Südamerika endlich wieder in die Heimat zurückkehrte, war das eigentlich eine Reise Richtung Altenteil.

In der alten Welt war Scolari gescheitert – als Nationaltrainer von Portugal nach dem EM-Aus 2008 gegen Deutschland noch einigermaßen würdevoll, beim FC Chelsea nach ein paar erfolglosen Monaten eher kläglich. Dass er im Weltfußball noch einmal eine Rolle spielen würde, dürfte Scolari nach seinen letzten Station bei Bunjodkor Taschkent und beim SC Palmeiras in Sao Paulo selbst kaum erwartet haben. Am Ende war es die Last des guten Namens, die ihn traf. Als die Brasilianer keine Lust mehr hatten auf Mano Menezes, den Vorgesetzten der wichtigsten Arbeitsgemeinschaft, die sich hier alle vier Jahre zusammenfindet.

Am Donnerstag ernannte der brasilianische Fußball-Verband CBF Luiz Felipe Scolari, 64, zum neuen Trainer der Nationalmannschaft. Das ist ein wenig mehr als ein protokollarischer Akt, sondern eine Art Seligsprechung. Er führt Brasilien nun zur Heim-WM. Und eine Weltmeisterschaft in Brasilien ist für den Fußball wie ein Kirchentag im Vatikan, mindestens.

„Unser Hauptziel ist, die Weltmeisterschaft zu gewinnen“, sagte Scolari bei seiner Vorstellung. Was auch sonst, alles andere hätte ihm eh keiner abgenommen. Und damit das mit dem Titel auch klappt, wurde Scolari mit Carlos Alberto Parreira ein Koordinator an die Seite gestellt. Auch er, natürlich, Weltmeistermacher. „Wir legen das Schicksal unserer Seleção in die Hände eines erfahrenen und international anerkannten Trainers. Das ist unser Duo, das, so Gott will, den großen Traum unseres Landes Wirklichkeit werden lässt, Champion bei der WM zu werden“, sagte Brasiliens Verbandspräsident José Maria Marin.

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