Zweite Bundesliga : 1. FC Union sucht bis zu sechs Neuzugänge

Nach Saisonende geht die Arbeit beim Zweitligisten 1. FC Union Berlin weiter. Trainer Jens Keller sucht für die neue Saison noch fünf oder sechs Neuzugänge.

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Auf Jens Keller kommt in den nächsten Wochen noch viel Arbeit zu.
Auf Jens Keller kommt in den nächsten Wochen noch viel Arbeit zu.Foto: dpa

Am Montag wurden beim 1. FC Union Berlin nach einem gemeinsamen Frühstück die Spinde geräumt. Mittelfeldmann Damir Kreilach kam mit vier (!) Rollkoffern aus der Kabine und stieg in ein Taxi zum Flughafen, um nach Kroatien zu fliegen. Stürmer Sebastian Polter verließ das Stadion An der Alten Försterei dagegen mit einem Pappkarton, in dem er auch den Sommertrainingsplan gestopft hatte. Erst einmal haben die Köpenicker aber nur Urlaub im Kopf. Polter etwa flog noch am Montagnachmittag mit sieben weiteren Mitspielern nach Mallorca.

Auch Trainer Jens Keller ist ab Dienstag erst einmal weg, voraussichtlich wird ab dem 24. Juni wieder trainiert. Kellers Handy bleibt aber an. „Wir haben noch einiges zu tun, um den Kader zu vervollständigen. Das kann man aber auch außerhalb Berlins machen“, sagt er und hofft, dass ihm Helmut Schulte, Leiter der Lizenzspieler-Abteilung, Arbeit abnimmt.

Mit den Verteidigern Benjamin Kessel (nach Kaiserslautern), Roberto Puncec und Emanuel Pogatetz sowie den Offensivspielern Raffael Korte, Benjamin Köhler, Adrian Nikci (Ziel bei allen unbekannt) und Maximilian Thiel (Heidenheim) haben sieben Spieler den Verein verlassen. Zwei weitere könnten trotz ihrer jeweils bis 2018 laufenden Verträge dazukommen: Mittelfeldspieler Eroll Zejnullahu geht möglicherweise freiwillig, weil er unter Keller keine Rolle spielte. Abwehrchef Toni Leistner liegen mehrere Angebote deutscher Erst- und Zweitligisten vor.

„Wir würde ihn gern halten. Er hat eine tolle Saison gespielt. Aber wenn ein Verein kommt, der ihn unbedingt holen will und das Geld zahlt, das wir haben wollen, können wir uns auch anders positionieren auf dem Transfermarkt“, sagt Keller. Leistner selbst wird wohl erst im Laufe des Urlaubs über seine Zukunft entscheiden.

Keller bestätigt, dass Akaki Gogia kommen soll

Union hat aktuell mit Leistner und Schönheim nur zwei gelernte Innenverteidiger. Zwei muss Keller also auf jeden Fall holen. Im Mittelfeld gibt es mit Marcel Hartel (1. FC Köln) bereits einen offiziellen Zugang. Keller bestätigte inoffiziell, dass der aktuell vom FC Brentford an Dynamo Dresden ausgeliehene Akaki Gogia zu Union kommen dürfte.

Da der Kader aber wieder aus 22 oder 23 Feldspielern bestehen soll, besteht noch Bedarf an fünf, sechs weiteren Zugängen. Das bedeutet schon einen Umbruch für die Mannschaft, die mit Rang vier und 60 Punkten im elften Zweitligajahr seit der Wende neue Vereinsrekorde aufstellte. Ob der in der Rückrunde an Kiel ausgeliehene Linksverteidiger Christopher Lenz zurückkehrt, ist noch offen. „Wir möchten ihn hier sehen“, sagt Keller. „Er überlegt es sich, ob es Sinn macht den Konkurrenzkampf mit Kristian Pedersen aufzunehmen.“

Keller selbst wird wohl bleiben, auch wenn der 46-Jährige mit dem englischen Zweitligisten Norwich in Verbindung gebracht wurde. „Ich habe keine Anfragen. Ich schaue mich nicht um. Aber wenn Real Madrid anruft, wird es schwer“, sagt er lachend.

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