Prof. Dr. Lutz Prechelt : Wissen vereinen: Verteilte Paarprogrammierung

Die Zusammenarbeit von Softwareentwicklern ist effektiv, aufgrund unterschiedlicher Denk- und Arbeitsweisen aber auch problematisch. Die FU Berlin erforscht Prozesse, die dieses Arbeiten verbessern können.

Prof. Dr. Lutz Prechelt
Prof. Dr. Lutz PrecheltFoto: Oliver Elsner

Die Paarprogrammierung (also gemeinsames Lösen nur einer Aufgabe durch zwei Softwareingenieure an nur einem Computer) erbringt zwar (Uhr)Zeitersparnis, weniger Defekte und einen besseren Entwurf, lohnt allein dafür jedoch nur selten den doppelten Personalaufwand. Wirklich nützlich wird sie, wenn man (1) zur Aufgabenlösung das Wissen von zwei Personen vereinigen muss oder (2) Wissen zwischen Personen transferiert werden soll. Der Haken dabei: Nicht jedes Paar schafft das gleichermaßen gut. Wir erforschen diese Prozesse seit 2004 und können beraten, wie es richtig geht.

Video
Prof. Lutz Prechelt
Prof. Lutz Prechelt

Verblüffenderweise funktioniert auch örtlich verteilte Paarprogrammierung sehr gut, vermutlich weil Programmcode so einen präzisen Bezugspunkt für die Kommunikation darstellt. Wir bauen seit 2006 das führende Werkzeug für verteilte Paarprogrammierung, Saros, und können auch hier beim Einsatz beraten, wie es richtig geht.

Zur Person

Freie Universität Berlin, Institut für Informatik

Lutz Prechelt ist Professor für Software Engineering an der Freien Universität Berlin. Während des Dotcom-Booms war er Chief Technology Officer der abaXX Technology AG.

Links

www.inf.fu-berlin.de/w/SE

Schlagworte

Kommunikation
Kooperation
Wissenstransfer
verteilte Zusammenarbeit
Software