Offener Hörsaal : Vorlesungsreihe "Studentenbewegung – 50 Jahre danach"

Die Studentenbewegung in der Bundesrepublik der 1960er Jahre ist Gegenstand einer von Knut Nevermann konzipierten Vorlesungsreihe im Sommersemester 2017 an der Freien Universität.

Am 11. April 1968 wird Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm angeschossen. Am Tatort bleibt sein Fahrrad zurück.
Am 11. April 1968 wird Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm angeschossen. Am Tatort bleibt sein Fahrrad zurück.Foto: Alexander Enger/Ullstein bild

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie damalige Akteure erörtern Aspekte der für die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik und die Entwicklung der Gesellschaft wichtigen Jahre. Sie gehen unter anderem den Themen und Motiven der Studentenbewegung nach, fragen danach, was vom damals Kritisierten und Geforderten heute noch plausibel und was obsolet oder falsch erscheint und diskutieren über die Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Die öffentliche Vorlesungsreihe „Studentenbewegung – 50 Jahre danach“ beginnt am kommenden Dienstag, den 11. April. Die Vorträge finden bis 11. Juli 2017 dienstags von 16.15 Uhr bis 17.45 Uhr im Hörsaal 1a in der Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin statt. Sie sind Teil des Offenen Hörsaals der Freien Universität Berlin. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Themen, Termine und Referentinnen und Referenten im Überblick: 

Selbstpolitisierung der akademischen Jugend – 1966 bis 1968 als Periode der Studentenbewegung (Knut Nevermann, 11. April)

Kulturrevolution. Umbrüche der Politischen Kultur (Hajo Funke, 18. April)

Dritte Welt. Moralische Dimension des Protests (Wolfgang Kraushaar, 25. April)

Kapitalismuskritik – Konsumgesellschaft, Klassenanalyse, Bewusstseinsindustrie (Birgit Mahnkopf, 2. Mai)

Demokratie-Analyse – Notstandsgesetze, Formierte Gesellschaft, DDR- Kritik (Gesine Schwan, 9. Mai)

Literatur und Literaten – Beiträge und Spiegelungen aus der literarischen Szene (Jutta Müller-Tamm, 16. Mai)

Auf- und Abbrüche in der Kunst: Filmemacher, bildende Künstler, Kuratoren (Herrmann Kappelhoff, 23. Mai)

Jugendrevolte und Bildungsungleichheit (Wulf Hopf, 30. Mai)

Kritik der bürgerlichen Wissenschaft – Infragestellung von Forschung, Leistung, Benimmkultur (Nikolai Wehrs, 6. Juni)

Von der Kritischen Universität zur Bachelor-Hochschule Konjunkturen des Denkens über den Auftrag der Hochschulen (Ulf Kadritzke, 13. Juni)

Soziale Bewegungen: „1968“ – Eine Wahrnehmungsrevolution? Ein deutsch-französischer Vergleich (Ingrid Gilcher-Holtey, 20. Juni)

Wandel der Öffentlichkeit – Digitale Vielfalt statt (Rudi Schmidt, 27. Juni)

Internationale Parallelitäten – USA, Japan, West und Ost-Europa, DDR (Norbert Frei, 4. Juli)

Streitgespräch mit Gästen (Moderation Knut Nevermann, 11. Juli)

ZEITZEUGEN GESUCHT
Wie haben Sie die Zeit der Studentenbewegung in den 1960er-Jahren erlebt? Waren Sie selbst aktiv? Waren Sie Beobachter an der Universität oder in der Stadt? Welche Erinnerungen haben Sie von den Ereignissen in Dahlem und in der geteilten Stadt? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns daran teilhaben ließen. Bitte schicken Sie Ihre Erinnerungen und Fotos bis zum 30. Juni an:

Freie Universität Berlin, Presse und Kommunikation, Stichwort „1968“, Kaiserswerther Straße 16-18, 14195 Berlin (bitte Absender nicht vergessen) oder per E-Mail an: presse@fu-berlin.de

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