Trainieren und sich fit halten : Von ALBA bis Zumba

Wer einen gesunden Ausgleich sucht, Lust auf Mannschaftssport hat oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchte, ist beim Hochschulsport richtig.

Verena Blindow
Beim Hochschulsport ist für jeden etwas dabei, sogar Kanupolo.
Beim Hochschulsport ist für jeden etwas dabei, sogar Kanupolo.Foto: Michael Fahrig

„Sport für alle und mit allen, ohne dabei jemanden auszuschließen“ – so lautet das Motto des Hochschulsports der Freien Universität Berlin, und es bezieht sich gleich auf mehrere Aspekte des Sports. Durch die verschiedenen Leistungsniveaus stehen die Kursangebote allen Interessierten offen – Einsteigern wie Fortgeschrittenen. Spezielle Inklusionssportangebote wie Rollstuhlbasketball oder Kurse, die in Fremdsprachen angeboten werden, richten sich ebenfalls an alle Sportbegeisterten ohne Ausnahme. „Inklusion bedeutet, gleichberechtigt Sport zu treiben“, sagt Kirsten Stegemann vom Hochschulsport, verantwortlich für das Thema Inklusion. „Wir wollen unsere Angebote für alle Menschen öffnen.“

Wer sich entspannen oder aber richtig auspowern möchte, findet beim Hochschulsport der Freien Universität garantiert die passende Sportart. Mehr als 700 einzelne Angebote hat die Zentraleinrichtung im Wintersemester 2015/2016 in ihrem Programm. Darunter sind nicht nur eine Reihe von Tanzarten wie Swing, Ballett oder Orientalischer Tanz. Wer fit bleiben möchte, kann auch zwischen zahlreichen anderen Kursen wählen: vom klassischen Bauch-Beine-Po über Laufen und Konditionstraining bis zum lateinamerikanisch inspirierten Tanz-Fitness-Workout Zumba.

Klettern und springen

Eine Sportart neu ausprobieren und darin gänzlich aufgehen – kein Problem, etwa beim Kletterkurs: Dieser findet in der Kletterhalle am Zehlendorfer Hüttenweg sowie im Freien am Kletterturm Teufelsberg des Deutschen Alpenvereins statt. Die Teilnehmer lernen neben den besten Handgriffen, Knoten-, Sicherungs- und Klettertechniken auch Anseilmethoden sowie Materialkunde. Wer sich auch im Urlaub gern in luftigen Höhen bewegt, kann an einer von mehreren Kletterreisen pro Jahr teilnehmen.

Sich möglichst frei bewegen, durch eigene Körperkraft und mit verschiedenen Sprungtechniken Hindernisse überwinden – darum geht es bei „Parkour“. Die Sportart, auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet, erobert zurzeit den urbanen Raum. Beim Hochschulsport findet Parkour allerdings in einer Halle statt, um an verschiedenen Geräten und mit entsprechender Sicherung die Grundtechniken zu erlernen.

Gekonntes Springen ist auch beim Trampolinturnen essenziell. Wer dabei zunächst an Zirkusartisten denkt, liegt gar nicht so falsch, denn dort ist die Sportart ursprünglich entstanden. Heute ist das Trampolinturnen eine anerkannte olympische Disziplin. Im Kurs des Hochschulsports steht zunächst das Erlernen von einfachen Sprüngen und Kombinationen im Vordergrund. Fortgeschrittene können sich an Sprünge höheren Schwierigkeitsgrades sowie an Überschläge und Kombinationen wagen.

Kraftraining und Yoga

Im Fitnessstudio „KRAFTKLUB“ auf dem Geocampus Lankwitz können Studierende und Beschäftigte der Freien Universität auf rund 200 Quadratmetern Trainingsfläche aus einer breiten Palette an Cardio- und Kraftgeräten wählen – und so auch in Freistunden oder nach Feierabend ihre gesamte Körpermuskulatur trainieren.

Wie wäre es mit einer noch sehr jungen und eher unbekannten Sportart? „Tricking“ etwa ist eine Mischung aus Gymnastik, Akrobatik und Kampfkunst-Elementen. Es geht um das Verständnis von Bewegung und darum, das Potenzial des eigenen Körpers kennenzulernen. Mitmachen können alle, die Lust auf Bewegung und Mut zur Überwindung haben.

Um Körper und Seele ins Gleichgewicht zu bringen, gibt es eine Vielzahl von Kursen. Von Hatha Yoga, bei dem der Schwerpunkt auf körperlichen Übungen, Atemübungen und Meditation liegt, über das dynamischere Power Yoga bis hin zu gezielter Stressbewältigung durch bewusste Bewegungen – der Hochschulsport bietet viele Variationen der indischen Körper-Geist-Lehre an.

Wasser- und Ballsport

Ein Programmschwerpunkt des Hochschulsports an der Freien Universität ist von April bis Oktober der Wassersport: Von Kanupolo über Rudern und Windsurfen bis hin zu Stand-up-Paddling, einem neuen Trend aus den USA, bietet das Wassersportzentrum am Wannsee für jeden Geschmack etwas.

Nachdem im September 2014 die Wettkampfgemeinschaft Berlin aufgelöst wurde, nimmt die Freie Universität nun mit eigenen Mannschaften an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil. Dazu gehört auch die Verknüpfung von Leistungs-, Vereins- und Hochschulsport durch eine langfristige Kooperation des Berliner Basketballvereins ALBA BERLIN und der Freien Universität. Ein Kernziel der Zusammenarbeit, die im Mai 2015 beschlossen wurde, ist es, Studierende für den Basketball zu begeistern und den Sport als Motor des interkulturellen Austausches zu nutzen.

Seit diesem Monat nimmt die Herrenmannschaft der Freien Universität am Basketball-Ligabetrieb teil. Das „ALBA- FU-Team“ startet unter der Leitung der ALBA-BERLIN-Trainer Daniel Endres und Danny Traupe in der Kreisklasse. „Es hat sich eine tolle Mannschaft aus Studenten der Freien Universität gefunden, die nun den Weg in den Basketball-Ligabetrieb auf Berliner Ebene bestreitet“, sagt Alexander Scholl, der den Wettkampfsport koordiniert. Dies sei „ein Aushängeschild für den Wettkampfsport der Universität und ein wahnsinniges Erlebnis für die Studenten, an das sie sich nach ihrer Studienzeit sicher gerne erinnern“.

Die Kurse für das Wintersemester 2015/2016 starten am 19. Oktober 2015. Von Montag, 28. September an können die Kurse gebucht werden.

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