Tarifvergleich : Kann ich mit Bonus-Tarifen sparen?

Bonuszahlungen beim Tarifwechsel sind beim Kunden beliebt. Doch was ist von den Bonus-Tarifen zu halten? Auf was müssen Kunden achten?

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Hier gibt's was geschenkt: Wer einen neuen Stromvertrag abschließt, wird oft mit Bonusgeschenken gelockt.
Hier gibt's was geschenkt: Wer einen neuen Stromvertrag abschließt, wird oft mit Bonusgeschenken gelockt.Foto: dpa

Während Verbraucherschützer bei Vorauskasse- und Pakettarifen skeptisch sind, sind sie bei Bonuszahlungen weniger kritisch. „Wenn die Bonuszahlung in einem vernünftigen Verhältnis zum gesamten Preis steht, muss das nicht schlecht sein“, sagt Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). „Allerdings muss man die Bedingungen, unter denen der Bonus gezahlt wird, vorher sehr genau lesen“, warnt der Verbraucherschützer. Einige Anbieter zahlen den Bonus schon nach zwei Monaten, egal, ob man den Vertrag später verlängert oder nicht. Andere verrechnen den Bonus erst am Ende mit der Jahresrechnung. Nicht immer klappt das reibungslos. Vor allem bei hohen Bonuszahlungen von 100 Euro oder mehr würden unseriöse Anbieter immer wieder versuchen, sich mit Tricks um die Ausschüttung zu drücken, kritisiert Krawinkel. Bei Paketttarifen kann es passieren, dass der Neukundenbonus verfällt, wenn man weniger als die vereinbarte Menge Strom abnimmt. Und auch wenn man von einer Konzernmarke zu einer anderen wechselt, kann es passieren, dass man den Bonus nicht bekommt. Wer etwa von Extrastrom zu Priostrom gehen möchte, gilt nicht als Neukunde und kommt daher nicht in den Genuss des Neukundenbonus. Allerdings wird das in der Werbung gern ausgespart.

Bonustarife sind in den Voreinstellungen der Vergleichsportale im Internet enthalten. Allerdings gilt das nur für Tarife, bei denen der Bonus spätestens nach 12 Monaten Vertragslaufzeit ausgezahlt oder verrechnet wird. Kunden, die nach einem Jahr kündigen und den Vertrag nicht verlängern, erleben jedoch immer wieder, dass die Anbieter versuchen, ihnen den Bonus vorzuenthalten. In solchen Fällen sollten sich Kunden an die Schlichtungsstelle Energie oder an eine Verbraucherzentrale wenden, um ihr Recht durchzusetzen. Ein Indiz, um welche Anbieter man besser einen Bogen macht, geben auch die Vergleichsportale (Check24, Verivox, Toptarife). Auf deren Seiten können Verbraucher ihre Erfahrungen mit Anbietern schildern.

Bonuszahlungen sollten sich immer auf das Produkt beziehen, rät Florian Krüger vom Vergleichsportal Verivox. Gutscheine für andere Waren oder Reisegutscheine sollte man als Kunde nicht akzeptieren. Denn ein fairer Preisvergleich ist unter solchen Umständen nicht möglich.

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