Fernes Heimweh – Heimliches Fernweh : 20 Gründe (zurück) nach Berlin zu ziehen

Tausende Menschen zieht es jedes Jahr nach Berlin, ob sie nun neu hinzuziehen oder in die Heimat zurückkehren. Carmen Schucker ist eine von letzteren und hat 20 Gründe festgehalten, warum sie sich für die Hauptstadt entschieden hat.

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Einer der Gründe, warum man nach Berlin ziehen sollte: Der Fernsehturm.
Einer der Gründe, warum man nach Berlin ziehen sollte: Der Fernsehturm.Foto: Carmen Schucker

Liebe, Studium, ein neuer Job: Es gibt einige vernünftige Gründe, nach Berlin zu ziehen. Doch für viele, die sich in die Hauptstadt aufmachen oder nach ein paar Jahren Abwesenheit dahin zurückkehren, ist das längst nicht alles. Sie treibt Abenteuerlust, Großstadthunger oder einfach Sehnsucht nach dem bunten Treiben. Unsere Autorin Carmen Schucker hat 20 Gründe gefunden, warum sie sich letztendlich entschied, nach jahrelangem Studium in Baden-Württemberg, nach Berlin zurückzukehren. Eine Hommage an die Hauptstadt.


1. Im tiefsten Innern ist wohl jeder Mensch „Provinzler“ – und kein Dorf ist größer als Berlin. Und das Gute daran: Berlin beherbergt gefühlte hundert Dörfer. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Ob Leben um den Kreuzberg, residieren in Zehlendorf oder Wohnen am See in Tegel.
2. Nirgends ist es lauter, dreckiger und aufreibender. Ähnliches stellte auch schon Anneliese Bödecker, Sozialarbeiterin und Trägerin des Verdienstordens der Stadt Berlin fest: „Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“. Berlin ist eine Herausforderung, gewiss, und Herausforderungen muss man mögen.
3. Nirgends sind die Taxifahrer netter (wer etwas anderes behauptet lügt!).
4. Es gibt 24 Stunden am Tag Döner zu kaufen. Und das an jeder zweiten Ecke. Da Essen bekanntlich glücklich macht, und Döner seinem Ruf nach sogar schöner, darf man sich den Berliner als attraktiv und zufrieden vorstellen.
5. Die Berliner "Spätis" sind eine Institution für sich. Und 24 Stunden Einkaufen bedeutet de facto: (Fast) alles ist zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar – ein wahres (Party-)Rettungs-Tool.
6. Die Stadt hat das Naturkundemuseum, in denen echten Dinosaurier-Skelette zu sehen sind. Jedes Kind sollte mit Dinosauriern um die Ecke aufwachsen.

7. Keine Stadt flirtet mehr mit einem - und nicht nur die Stadt, sondern auch ihre Bewohner sind darin gut. Ob in der U-Bahn, im Café oder an Berliner Plätzen.
8. Genau 25 Dunkin-Donuts-Filialen gibt es in Berlin. Am Hauptbahnhof sieht man die Abreisenden täglich unzählige Tüten in ihre Heimat exportieren. Auch das ist eine deutsche Seltenheit.

9. Der Fernsehturm. Jede Stadt sollte einen haben. Aus jeder Perspektive schön anzusehen.

10. Berlin ist ein Kontrastprogramm. Der Kontrast zwischen Orten wie dem Dorfanger Alt-Lübars, wo Pferdeäpfel auf der Straße liegen oder die Großstadtanblicke, die der Potsdamer Platz bietet. Die Entdeckung all dieser Kontraste ist ein wahrer Krimi.

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