Verbraucher : Wer hat sie erfunden?

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Einen Hinweis auf die Herkunft tragen Pommes bereits im Namen: „Pommes de terre frites“ stammt aus dem Französischen und bedeutet etwa so viel wie „gebackene Erdäpfel“. Lange Zeit tobte ein Streit um die Frage, welche Nation sich als Erfinder der Speise betrachten darf. So behaupteten die Franzosen, bereits während der Revolution 1789 unter den Brücken von Paris Kartoffelstäbchen gebraten zu haben. Sie trugen damals angeblich den Namen der ältesten Pariser Brücke: Pommes Pont-Neuf. Mittlerweile dürfen sich jedoch die

Belgier als Erfindernation fühlen. Den Beweis haben sie sogar schriftlich. Ein Familiendokument belegt, dass die Bewohner rund um die Maas bereits im 17. Jahrhundert Kartoffeln frittierten.

„Die Einwohner von Namur, Huy und Dinant haben die Gewohnheit, in der Maas zu fischen, diesen Fang dann zu frittieren, um ihren Speisezettel zu erweitern“, schrieb ein gewisser Joseph Gérard bereits 1781. „Wenn die Gewässer zugefroren sind und das Angeln nur schwer möglich ist, schneiden die Einwohner Kartoffeln in Fischform und frittieren diese dann. Diese Vorgehensweise ist mehr als hundert Jahre alt.“ Soll heißen: Pommes frites waren vor allem ein Essen für arme Leute . Eine relativ preiswerte Mahlzeit sind die Kartoffelstäbchen noch heute. Mittlerweile hat die Biowelle auch die klassische Fastfoodspeise erreicht. Zum Beispiel im Wittys-Imbiss am Wittenbergplatz in Berlin. Dort werden ausschließlich Lebensmittel aus biologischem Anbau angeboten, ein Portion Pommes kostet 2,50 Euro. Der Stiftung Warentest schmeckten diese Pommes gut, im Labor fanden die Tester kaum Transfettsäuren und wenig Schadstoffe. Einziger Wermutstropfen: Das Frittierfett war überaltert. ahe

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